Tepache wird in Mexiko seit Jahrhunderten getrunken und ist eng mit Straßenküche, Festen und familiären Rezepten verbunden – es ist ein traditionelles, leicht fermentiertes Getränk, das aus Ananasschalen, Wasser und Panela (unraffiniertem Rohrzucker) hergestellt wird.
Je nach Region kommen auch Zimt oder Nelken dazu. Die Fermentation dauert nur wenige Tage, wodurch Tepache leicht spritzig, fruchtig-süß und sehr erfrischend schmeckt. Durch die kurze Fermentation entstehen Probiotika, die die Darmflora unterstützen und die Verdauung fördern können.
Tepache ist weniger süß als Limonade, nicht so schwer wie Bier und perfekt für warme Tage – pur, auf Eis oder als Basis für Cocktails. Traditionell werden Ananasschalen verwendet, die sonst weggeworfen würden. Tepache ist damit ein tolles Beispiel für Zero-Waste-Küche.
Tepache | Mexiko
Zutaten
- 1 Liter Wasser
- 120 g Panela Alternativ brauner Zucker
- 1 reife frische Ananas
- 1 Zimtstange
Anleitungen
-
Das Wasser mit dem Vollrohrzucker (Panela) in einem Topf oder einem 2-Liter-Einmachglas vermischen. Umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Bei der Verwendung von „Panela Entera“ dauert das Auflösen länger.

-
Für ein schnelleres Ergebnis stattdessen „Panela Pulverizada“ verwenden. Das Wasser gelegentlich mit einem Holzlöffel umrühren und die Panela Stücke zerkleinern, sobald sie weich werden.

-
Die Krone einer reifen frischen Ananas abschneiden und entsorgen. Die Außenseite der Ananas mit Wasser gründlich abspülen.

-
Die Ananas auf einem Schneidebrett schälen: Oben und unten eine Scheibe von der Frucht abschneiden und dann die Schale in Streifen entfernen.

-
Die Ananasschalen in den Topf geben und die Zimtstange hinzufügen.

-
Das Fruchtfleisch der Ananas in Scheiben oder Stücke schneiden und den faserigen Kern beiseitelegen. Das Fruchtfleisch für eine andere Verwendung aufbewahren.

-
Den Kern, ganz oder in Stücke geschnitten, in den Topf geben und umrühren.
-
Den Topf mit einem Geschirrtuch abdecken und ihn bei Raumtemperatur auf die Küchenarbeitsplatte abstellen. Das Tuch hält Fremdkörper fern und lässt gleichzeitig Luft an die Mischung, wodurch eine erfolgreiche Gärung gewährleistet wird.
-
Das Tepache nach 24 bis 36 Stunden überprüfen: Wenn ein weißer Schaum auf der Oberfläche zu sehen ist, gärt es. Es kann so getrunken werden – oder man kann noch einen Tag lang ziehen lassen. Wenn kein Schaum zu sehen ist, den Topf wieder zudecken und nach 24 Stunden erneut überprüfen. Die Gärungszeit hängt von der Raumtemperatur, der Reife der Ananas und anderen Faktoren ab.
-
Sobald das Tepache den gewünschten Fermentationsgrad erreicht hat, alle festen Bestandteile heraussieben und entsorgen.
-
Die Flüssigkeit in einen Krug oder Flasche gießen und diesen in den Kühlschrank stellen.

-
Das Getränk vor dem Servieren probieren. Nach Belieben mehr Wasser, Zucker oder Eis hinzufügen

Rezept-Anmerkungen
Das fertig fermentierte Tepache soll im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es ist bis zu einer Woche haltbar, fermentiert langsam weiter und riecht mit der Zeit zunehmend nach Essig.
Die Gärung muss im Auge behalten werden: Wenn die Umgebungstemperatur der Küche höher ist, gärt das Tepache schneller als bei kühleren Raumtemperaturen. Um festzustellen, wann das Tepache fertig ist, einfach probieren! Es sollte einen angenehmen, süßen, leicht fermentierten Geschmack haben, aber man kann es auch länger gären lassen, wenn ein ausgeprägter, alkoholischer Geschmack bevorzugt wird.