GIN | Was ist an dieser Spirituose so besonders?

am

Noch vor wenigen Jahren war Gin eine Standardspirituose, die meist eher als Produktkategorie denn als individuelles Produkt wahrgenommen wurde. Doch wo man früher einfach einen Gin & Tonic bestellte, wird man heute immer häufiger nach seiner persönlich bevorzugten Marke oder Geschmacksrichtung gefragt.

Der anhaltende Gin-Boom ist nicht nur deshalb besonders erstaunlich, weil diese Spirituose fast nie pur getrunken, sondern fast immer in Cocktails oder Longdrinks verwendet wird. Zudem helfen die große Vielfalt und die zahlreichen neuen Marken auf dem Markt nicht gerade dabei, den Überblick zu behalten.

Wir gehen der Sache nach und versuchen, Euch in die spannende Welt des Gin einzuführen!

Wo liegen die Wurzeln des Gin?

Die Ursprünge des Gins gehen auf die Niederlande zurück: Der Begriff leitet sich von dem niederländischen Wort „jeneverbes“ bzw. dem französischen Wort „genévrier“ für „Wacholder“ ab. Ein Kornbranntwein wurde mit der namens- und geschmacksgebenden Zutat aromatisiert. Zum typisch britischen Getränk, wie wir es heute kennen, wurde der Gin vermutlich durch englische Soldaten, die im Achtzigjährigen Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden kämpften. Britische Soldaten tranken Gin & Tonic gegen Malariafieber: Das im Tonic Water enthaltene Chinin war schon lange als Heilmittel bekannt.

Aus dem niederländischen Genever wurde die englische Aussprache des Namens Gin, und dieser verbreitete sich schnell und mit großer Beliebtheit im weltweiten britischen Empire.

Die Wacholderbeere

Doch auch wenn es heute eine kaum zu überschauende Vielzahl von Marken und Geschmacksrichtungen gibt, ist der Wacholder als aromatische Basis des Gins immer erhalten geblieben. Tatsächlich gibt es sogar eine EU-rechtliche Definition, die dies garantiert und festlegt, was unter dem Begriff Gin zu verstehen ist. Die EG-Verordnung Nr. 110/2008 definiert Gin als “eine Spirituose mit Wacholderaroma, die durch Aromatisierung von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, der geeignete sensorische Eigenschaften aufweist, mit Wacholderbeeren (Juniperus communis L.) gewonnen wird.”

Eine moderne Gin Destillerie

Wacholderbeeren bilden bei modernen Gins eher einen subtilen Hintergrundgeschmack und schaffen Platz für innovative und oft exotische und erstaunliche Zutaten wie Lavendel, Holunderblüten, Lakritze, Mandarinen, Gurken oder verschiedene Früchte: Die sogenannte Botanicals.

Botanicals

Die heute bekannteste Stilrichtung innerhalb der Gin-Welt ist der London Dry Gin: hier ist die Zugabe von nicht-pflanzlichen Stoffen (Aromen und naturidentischen Aromen) nicht erlaubt.

Und warum ist Gin eine besondere Spirituose?

Easy! Wir können verschiedene Gründe für den Genuss eines Gin-Cocktails auflisten 🙂

  • Gin passt sich nicht dem Geschmack der anderen Cocktail-Zutaten an: Der Wodka z.B. schmeckt immer nach dem begleitenden Mischgetränk, der Gin behält stattdessen seinen individuellen Geschmack;
  • Die hohen Wacholderanteile regen die Nierenfunktion an – Schadstoffe werden schneller aus dem Körper gespült – also wie einen DETOX nebenbei;
  • Gin ist reich an Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren und Hautalterung vorbeugen – also wie eine KUR im Glas;
  • Gin ist kalorienarm – 20 Kalorien pro Zentiliter (cl) sind wirklich wenig für eine Spirituose;
  • Und last but not least: die Mischbarkeit oder “Mixability” vom Gin. Gin ist längst nicht mehr nur Gin & Tonic. Theoretisch kann Gin mit jedem beliebigen Begleiter gemischt werden – reine Geschmackssache. Aber unverzichtbar ist nur eins: Viel Eis, denn Gin wir immer eiskalt genossen!

Hier im MAGAZIN findest Du folgende Rezepte für einen gelungenen Start bei der Entdeckung der faszinierenden Welt des Gins:

Cocktail “La Loretana” mit Aperol – Frühling im Glas!

Cocktail “Jorge Chávez” – ein lila Eyecatcher

Die Bilder wurden uns freundlicherweise von GIN’CA zur Verfügung gestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert