Rezept: Mamajuana | Dominikanisches Getränk

Die Mischung aus  Rotwein, Rum, acht verschiedenen Kräutern und Hölzern ist gleichzeitig das Nationalgetränk der Dominikanischen Republik, ein beliebtes Souvenir und Wundermittel für die Einheimischen.

Mamajuana | Dominikanisches Getränk


Gericht Drinks
Länder & Regionen Dom. Rep.
Autor Anne

Zutaten

  • 1 Beutel Mamajuana-Mischung (Kräuter und Hölzer)
  • Rotwein
  • brauner Dominikanischer Rum
  • 300 ml Honig
  • 1 Zimtstange (optional)

Anleitungen

  1. Die Mamajuana-Kräuter- und Hölzermischung in eine 1-Liter-Glasflasche füllen (ggf. die fertig gefüllte Flache aus unserem Shop bestellen). Die Mischung mit  Rotwein aufgießen, so dass die Hölzer komplett bedeckt sind. Diese Mischung etwa 2 Wochen stehen lasen. Der Rotwein wird benötigt, um den Hölzern die Gerbstoffe zu entziehen. Nach 2 Wochen wird der Rotwein abgegossen.

  2. Nun kann man die Flasche mit braunem 38-40 % dominikanischem Rum aufgießen, den Honig zugeben und nach Geschmack eine Zimtstange beifügen.

  3. Nach weiteren 2 Wochen ist die Mamajuana fertig. 

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Rezept: Morir Soñando | Dominikanischer Cocktail (alkoholfrei)

Dieser alkoholfreie Cocktail mit dem poetischen Namen „träumend sterben“ vereint zwei eigentlich feindlichen Zutaten in einem nahrhaften, erfrischenden und typisch dominikanischen Getränk.

Morir Soñando | Dominikanischer Cocktail (alkoholfrei)

Gericht Drinks
Länder & Regionen Dom. Rep.
Vorbereitungszeit 5 Minuten
Portionen 4 Gläser
Autor Anne

Zutaten

  • 6 große Saftorangen
  • 300 g Eiswürfel
  • 360 ml Kondensmilch (nicht gezuckert)
  • 1 EL Rohrzucker
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • Orangenscheiben für die Garnitur optional

Anleitungen

  1. Zuerst die Orangen entsaften (sie sollen etwa 360ml Saft ergeben).

  2. Ein Krug mit Eiswürfeln vorbereiten, dann die Kondensmilch, den Zucker und das Vanilleextrakt über das Eis gießen und gut mischen. 

  3. Den Orangensaft dazugeben und gut umrühren, bis die Flüssigkeit leicht schaumig wird.

  4. Gleichmäßig auf 4 Gläser aufteilen.  

  5. Jedes Glas mit einer Orangenscheibe (optional) garnieren und sofort servieren.

Rezept-Anmerkungen

Klingt einfach? Die Zubereitung ist aber etwas „tricky“!!

Da dieser Getränk nur aus vier Hauptzutaten besteht würde die Logik darauf hindeuten, dass es einfach wäre, alle auf einmal zu mischen!! Es ist aber eine ziemliche Kunst, einen perfekten „morir soñando“ vorzubereiten.

Das Risiko diesen Cocktail zu verderben entsteht beim Zusammentreffen der Milch mit der Säure der Orangen. Es kann sofort gerinnen – und diese chemische Reaktion ist irreversibel!

Gibt es eine wundersame Möglichkeit, die Zutaten zu so zu vermischen, dass man die Gerinnung vermeidet? Ja, sogar zwei:

1) Die in diesem Rezept vorgeschlagene Zubereitungsmethode beginnt mit der Zugabe vom Rohrzucker in die Milch, dann wird der Orangensaft nach und nach zugegeben.

2) Alternativ kann man zuerst den Orangensaft mit dem Zucker mischen. Dann das Eis und schließlich die Milch nach und nach hinzufügen.

Welche Methode man auch wählt, NIE die Milch mit dem  Orangensaft DIREKT mischen - so vermeidet man eine unangenehme Überraschung!

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Bildquelle: © easyhealthysmoothie.com via Flickr

Rezept: Sancocho | Dominikanischer Eintopf

Sancocho ist zweifellos die Definition der dominikanischen Kultur in einem Teller. Dieses beliebte Gericht wird zu besonderen Anlässen und Feiern zubereitet. Es erzählt die Geschichte einer Nation, ihre Traditionen und noch wichtiger: der dominikanischen Familien.

Sancocho | Dominikanischer Eintopf

Gericht Main Course
Länder & Regionen Dom. Rep.
Autor Anne

Zutaten

  • 250 g Rindfleisch
  • 250 g Lammfleisch
  • 250 g Longaniza (Paprikawurst)
  • 250 g Schweinerippen
  • 250 g Hühnerfleisch
  • Saft 1 Zitrone
  • 250 g Kohlrabi in kleinen Stücken
  • 250 g Kürbis in kleinen Stücken
  • 250 g Süßkartoffeln in kleinen Stücken
  • 250 g Maniok in kleinen Stücken
  • 250 g Gandules Verdes Straucherbsen
  • 1 grüne Kochbanane in Scheiben
  • ½ grüne Kochbanane gerieben
  • 1 Maiskolben in dicken Scheiben
  • 1 EL gehackter frischer Koriander
  • Eine Prise Oregano
  • 1 EL zerkleinerter Knoblauch
  • 1 EL Salz
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 1/2 L Wasser

Anleitungen

  1. Rind, Lamm, Schweinerippen und Hühnerfleisch in kleinen Stücken schneiden. Den Zitronensaft zugeben und gut verteilen (die Fleischsorten zuerst getrennt halten).
  2. Das Rindfleisch in eine Schüssel geben und mit Koriander, Knoblauch und einem halben Teelöffel Salz würzen. Gut vermischen und 60 Minuten marinieren lassen.
  3. Das marinierte Rindfleisch in einem großen Topf mit heißem Pflanzenöl geben, umrühren und abdecken. 10 Minuten kochen lassen. Um das Anbrennen zu verhindern, können hier ein paar Esslöffel Wasser hinzugefügt werden.
  4. Nach 10 Minuten dann das Lamm, die Schweinerippen, das Hühnerfleisch und die Paprikawurst zum Rindfleisch in den Topf geben. Für weitere 5 Minuten kochen. Eventuell noch ein Paar Esslöffeln Wasser bei diesem Schritt auch hinzugeben, um zu verhindern, dass das Fleisch anbrennt.
  5. Das restliche Wasser darüber gießen, die Hitze hochstellen und aufkochen lassen. Dann das Gemüse (Maniok, Süßkartoffel, Kohlrabi, Kürbis, Gandules und Kochbanen in Scheiben) dazugeben, zudecken und 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Nach der Garzeit die geriebene Banane, den Maiskolben, den Knoblauch und Oregano hinzufügen. Für weitere 25-30 Minuten kochen lassen oder bis die Zutaten gar sind. Gelegentlich umrühren.
  7. Das Salz unterrühren und abschmecken.
  8. Heiß servieren. Nach Geschmack mit gehacktem Koriander garnieren.

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Wie das Herz der Agavenpflanze zu Tequila wird

Tequila ist ein faszinierendes Destillat, das auf der ganzen Welt genossen wird. Sein einzigartiger Geschmack, strenge Vorschriften in der Herstellung und exotisches Flair verleihen Tequila einen Reiz bei dem Whiskey, Rum, Gin, Wodka & Co. nicht mithalten können. Die Herstellung von Tequila ist genauso interessant wie die Spirituose selbst. Heute werfen wir einen Blick in die Welt des Tequilas, bevor er zu einem Cocktail wird.

Tequila muss in bestimmten Gemeinden in Mexiko produziert werden. Außerhalb dieser ausgewiesenen Gebiete kann ein auf Agaven basierendes Destillat erzeugt werden, das aber nicht Tequila genannt werden darf. Dieses Detail unterscheidet die Spirituose von allen anderen, die auf der ganzen Welt produziert werden und ermöglicht es dem „Consejo Regulador del Tequila (CRT) ” (Dt: Tequila-Regulierungsbehörde), strenge Vorschriften über seine Produktion zu halten. Die CRT-Standards müssen eingehalten und erfüllt werden, damit jeder Tequila unter diesem Namen verkauft werden kann.

Im mexikanischen Bundesstaat Jalisco wird der Großteil des heutigen Tequila produziert. Die Tiefebene in der Nähe der Stadt Tequila (etwas außerhalb der Stadt Guadalajara) ist die Heimat einiger der größten Namen in der Tequila-Industrie.

Der Ursprung

Wahrscheinlich begannen Spanier während des 16. Jahrhunderts ein Getränk namens „Pulque“ herzustellen. Blaue Agave wuchs reichlich in der Region Tequila und hatte einen enormen Wert im täglichen Leben: Die Blätter der Agavenpflanze wurden verwendet um Dächer zu bauen; Nadeln, Stifte und Nägel zu machen. Außerdem wurden damit starke Seile, Papier, Brennstoff, Seife, Bleichmittel oder Waschmittel produziert. Der Saft der Pflanze wurde als Wundheilmittel verwendet. Tatsächlich war der am wenigsten genutzte Teil der Pflanze das Herz (Piña). Wahrscheinlich erkannten die Spanier den hohen Zuckergehalt des Herzes dadurch, dass die Ureinwohner dieses als Süßigkeit kauten.

Die Agavenpflanze und die Ernte

Im Gegensatz zur gängigen Meinung ist die Agavenpflanze kein Kaktus, sondern eine Sukkulente. Die Sorte „blaue Agave“ (Agave Tequilana Weber var. Azul) wird für die Herstellung von Tequila verwendet. Oberirdisch wachsen lange Spitzen der Agavenpflanze in Rosetten. Diese Blätter sind dick und fleischig mit großen spitze Dornen am Ende eines jeden Blattes.

Unterirdisch befindet sich das Herz der Pflanze, oder Piña: Zur Herstellung von Tequila wird nur dieses Herz verwendet. Die Piña sieht aus wie eine riesige, weiße Ananas und sobald sie ausgegraben ist, wird sie in der Brennerei gekocht und entsaftet. Die Agavenpflanzen wachsen sechs bis zehn Jahre in ordentlichen Reihen und werden akribisch gepflegt, bis sie erntereif sind.

Der Erntehelfer oder “Jimador” entfernt die Agavenblätter mit einem scharfen gebogenen Werkzeug namens Coa. Er schneidet mehr als 200 Blätter weg, die das Herz der Pflanze schützen, bis dieses aus dem Boden extrahiert wird. Ungefähr 7kg Agavenherz werden benötigt, um einen Liter Tequila zu produzieren.

Das Backen der Piñas

Beim Backen der Agavenherzen werden je nach Hersteller traditionellen Ziegelöfen oder moderne Edelstahl-Öfen verwendet. Dieser Prozess wandelt komplexe Kohlenhydrate in einfachen Zucker um und erweicht auch die Piña, was den Prozess der Zuckerextraktion erleichtert. Die Piñas werden dann auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe reduziert, werden dunkelbraun und sehen aus als wären sie karamellisiert.

 

Die Extraktion

Nach dem Backen werden die Agavenherzen zur Zuckergewinnung in eine Mahlfläche transportiert. Die gekochten Piñas werden zerkleinert, um den Saft oder “Aguamiel” freizusetzen, der fermentiert wird. Nach der traditionellen Methode werden die Piñas mit einer “Tahona” zerkleinert (einer riesigen Schleifscheibe, die von Maultieren oder Ochsen in einer kreisförmigen Grube betrieben wird). Moderne Brennereien verwenden  einen mechanischen Brecher, um die Faser von den Säften zu trennen.

Die Fermentation

Während des Gärungsprozesses werden die Zucker in großen Holzbehältern oder Edelstahltanks in Alkohol umgewandelt. Hefe kann hinzugefügt werden, um die Fermentation zu beschleunigen und zu kontrollieren. Traditionell wird die Hefe verwendet, die natürlich auf den Agavenblättern wächst. Heute jedoch verwenden viele modernen Brennereien eine kultivierte Form von Wildhefe. Die Gärung dauert in der Regel sieben bis zwölf Tage, je nach verwendeter Methode.

Die Destillation

Erst durch die Destillation wird Tequila zu Tequila. Die fermentierte Säfte enthalten 4 bis 10% Alkohol und das Ziel ist es, es auf eine Konzentration von etwa 55% zu destillieren. In der Regel geschieht dies mit zwei Destillationen, entweder in traditionellen Kupferbehältern oder modernen Stahltanks.

Die erste Destillation, auch bekannt als “Deztrozamiento” (Dt. Zerschlagung) dauert ein paar Stunden und ergibt eine Flüssigkeit mit einem Alkoholgehalt von etwa 20%, die als “Ordinario” (Dt. einfach) bekannt ist. Die zweite Destillation, die als “Rektifikation” bekannt ist, dauert drei bis vier Stunden und ergibt eine Flüssigkeit mit einem Alkoholgehalt von fast 55%. Nach der zweiten Destillation gilt der Tequila als Silber oder “Blanco”.

Die Reifung

Fast alle Behälter, die in der Tequila-Reifung verwendet werden, sind französische oder amerikanische Weißeichenfässer, die zuvor verwendet wurden, um Bourbon zu altern. Tequila Reposados ist zwischen zwei und zwölf Monate alt, Tequila Añejo ist zwischen einem und drei Jahren alt und Tequila Extra Añejo ist älter als drei Jahre. Je länger der Tequila altert, desto mehr Farbe und Tannine hat das Endprodukt. Der Zustand der Fässer, Ihr Alter und vorherigen Gebrauch wirken sich auf den Geschmack des Tequilas aus.

 

Die Abfüllung

Wie Champagner erhält Tequila den Status “Herkunftsbezeichnung”, der die Produktion auf fünf mexikanische Staaten beschränkt: Guanajuato, Jalisco, Michoacén, Nayarit und Tamaulipas. Der Staat Jalisco ist sehr stolz darauf, das Zentrum der Tequila-Produktion zu sein. Es gilt als der Ort, an dem Tequila zum ersten Mal hergestellt wurde und wo die Standards definiert werden. Die anderen Staaten dürfen die blaue Agave nur in kleinen und definierten Regionen anbauen. Alle 100% Agaven-Tequilas müssen in den ausgewiesenen mexikanischen Regionen abgefüllt werden und auf ihren Etiketten die Anmerkung “Hecho en Mexico / Made in Mexico” tragen.

 

Rezept: Blue Sky | Tequila Cocktail

Blue Sky | Tequila Cocktail

Gericht Drinks
Länder & Regionen Mexican
Autor Anne

Zutaten

  • 2 cl Tequila Blanco
  • 2 cl Campari
  • 2 cl Blue Curaçao
  • Sodawasser
  • 3 EL Eis gecrushtes

Anleitungen

  1. Tequila, Campari und Blue Curacao im Blender zusammen mit 3 EL gecrushtem Eis mischen. 

  2. In ein Glas abseihen, mit Sodawasser nach Bedarf in ein Coupette (spezielles Cocktailglas mit hohem Fuß) auffüllen und servieren.
  3. Optional und nach Geschmack kann man eine Salzlippe kreieren: Den Glasrand mit Limettensaft befeuchten und anschließend in Salz tunken. 

Rezept: Schoko-Tapioka mit Banane | Brasilianisches Dessert

 

Gericht Dessert
Länder & Regionen Brasilien
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Portionen 2
Autor Anne

Zutaten

  • 6 EL hydratisierte Tapioka DA TERRINHA gehäuft
  • 2 EL Kakaopulver gestrichen
  • 2 reife Bananen in Scheiben geschnitten
  • 4 EL Nuss-Nougatcreme
  • Kokosraspeln nach Geschmack

Anleitungen

  1. Hydratisiertes Tapiokamehl und Kakaopulver in einer Schüssel gut vermischen.

  2. Eine beschichtete Pfanne erhitzen, etwas Teig hineingeben (eine dünne Schicht, die den Pfannenboden komplett bedeckt). Mit einem Löffel flach drücken und 3-4 Minuten backen, bis sich die Mischung verbunden hat. Wenden und auf der anderen Seite backen.

  3. Mit Nuss-Nougatcreme bestreichen, mit Bananen und Kokosraspeln füllen. 

  4. Der gefullte Tapiokafladen umschlagen (mittig zuklappen) und sofort servieren. 

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Salgados | Die brasilianische Imbisskultur

Eines der besten Merkmale der brasilianischen Küche ist die Fülle an preiswerten, einfachen und leckeren Snacks: die SALGADOS (oder Salgadinhos, wenn in mundgerechter Version).

Diese findet man in fast jeder Ecke: in Cafés, Bäckereien, Food-Trucks, Straßenmärkte aber ganz besonders in den sogenannten „lanchonetes“. Fast-Food nennen Brasilianer „lanche“ – daher das Wort „lanchonete“.

Während einige dieser brasilianischen Snacks als Fast  Food betrachtet werden können, ist ihr Platz in der brasilianischen Küche dank ihrer Popularität und Allgegenwart wichtig. Keine Party in Brasilien ist komplett ohne eine Auswahl an Salgadinhos. Es gibt unzählige, auch regionalbedingte Snacks und ein Paar davon stellen wir euch heute vor:

Diese 10 leckere herzhafte Snacks aus Brasilien haben bei uns in die enge Auswahl geschafft:

  •  Coxinha

Coxinhas sind knusprige Kroketten, die in der Regel mit einer Füllung aus Hähnchenfleisch und Catupiry (einem weichen, cremigen Käse) hergestellt werden. Die Füllung wird von einer Schicht Brandteig umgeben, mit goldenen Brotkrumen paniert und frittiert. Coxinhas sind wie Tropfen geformt, um die Form eines Hühnerschenkels (Port: coxa) darzustellen.

 

  • Pão de queijo 

    Die kleinen und leichten Käsebällchen stammen aus der Region Minas Gerais. Der Teig ist eine einfache Mischung aus Maniokstärke und Weichkäse, in der Regel der regionale „queijo minas“. Pão de queijo kann auch gefüllt (mit cremigem Käse, Hähnchenfleisch o.ä.) oder mit Marmelade serviert werden.

 

  • Quibe

Dieser Snack nahöstlicher Herkunft ist in Brasilien zu einem Favoriten geworden. Quibe (auch Kibe oder Kibbeh) wird aus Bulgur,  Hackfleisch und Gewürzen hergestellt. Sie schmecken am besten in Begleitung von Ketchup oder scharfer Chili-Soße. Gebratene bzw. frittierte Quibes sind am häufigsten zu finden, obwohl gebackene und rohe Versionen auch sehr beliebt sind.

 

  • Pastel

Neben Coxinhas in den Glasvitrinen sieht man höchstwahrscheinlich quadratische oder halbmondförmige, gefüllte knackige Teigtaschen voller Frittierbläschen – die „Pastéis“  (Einzahl= Pastel).
Häufige Füllungen sind “pizza” (Tomaten-, Oregano- und Mozzarella-Käse), “carne” (gewürztes Hackfleisch, manchmal mit hartgekochten Eiern), “bacalhau” (Kabeljau mit Kräutern und Zwiebeln), “palmito” (Palmherzen), “queijo” (Käse) und “frango” (Hähnchenfleisch). Bei der süßen Versionen findet man oft tropische Früchte, Marmelade, Schokolade oder Milchkaramellcreme als Füllung.

 

  •  Esfiha

Die ursprüngliche Schreibweise ist “sfiha”.  Esfiha ist kein typisches brasilianisches Essen, sondern ein Mitbringsel aus dem Nahen Osten. Libanesische und syrische Einwanderer nach São Paulo machten ihre Küche in Brasilien populär, und Esfiha wurde zu einem der beliebtesten herzhaften Snacks des Landes. Es ist in der Regel mit einer gewürzten Hackfleischmischung gefüllt und kommt in zwei Versionen: Offen oder geschlossen. Die offene Esfiha sieht aus wie eine Mini-Pizza, während die Geschlossene eher wie ein kleiner Knödel aussieht.

 

  • Tapioca

Tapioca sind Teigfladen aus Maniokstärke. Wasser wird der Maniokstärke zugegeben und in eine brutzelnden Pfanne verteilt, bis sie sich der Teig zu einem dünnen, weichen Pfannkuchen verfestigt. Die Fladen werden auch „beiju de tapioca“ genannt. Sie können mit jeder süßen oder herzhaften Füllung gekrönt werden, die man sich vorstellen kann – Schinken, Käse, Eier , Kondensmilch und Nutella sind sehr beliebt. Tapioca gehört zum traditionellen Frühstück im Norden Brasiliens.

 

  • Acarajé

Ein einzigartiges Essen aus dem Bundeland Bahia. Acarajé ist so lecker wie es chaotisch zu essen ist. Es wird aus Bohnen hergestellt, die eingeweicht, geschält und dann zu einer Paste gemahlen werden. Dieser Teig wird dann zu einer Kugel geformt, die in Palmöl frittiert wird. Dadurch wird die Außenseite knusprig und die Innenseite weich und klebrig. Die goldenen Kugeln werden dann aufgeschnitten und mit “vatapá” (Kokos- und Erdnussaufstrich, würziger Sauce, einem leichten Salat und manchmal Garnelen auf Wunsch) gefüllt.

 

  • Bolinho de bacalhau 

Diesen beliebten Snack haben die Brasilianer den portugiesischen Einfluss zu verdanken: Die Bällchen  bestehen aus einer Mischung aus geschreddertem Kabeljau, Kartoffelpüree und Kräutern. Sie werden zusammengerollt, frittiert und mit Limette serviert.

 

  •  Empada

Empadas sind Mini-Pasteten aus Mürbeteig, cremig herzhaft gefüllt und warm serviert. Beliebt sind „frango“ (Hähnchenfleisch) oder „frango com palmito“ (Hänchhenflisch mit Palmherzen und Oliven), sowie „frango com requeijão“ (Hähnchen mit Frischkäse).

 

  • Aipim frito 

Die im ganzen Land angebaute Maniokpflanze ist ein der meistverwendeten Zutaten Brasiliens. Auch bekannt als Yuca, Cassava, Macaxeira oder Aipim, wird die Pflanze am häufigsten als Stärke (Tapioka/Polvilho) oder als Gemüse zubereitet. In Stückchen geschnitten und gebraten, wird „aipim frito“ fast überall als brasilianische Alternative zu Pommes verkauft.

Wir haben einige SALGADOS als Tiefkühlprodukte im Sortiment! 

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Rum: Ein Leitfaden in die Welt dieser faszinirenden Spirituose

Einer der beliebtesten Spirituosen der Welt ist Rum. Wenn man jemals einen Rum-Cocktail genossen hat, hat man sich vielleicht gefragt, woraus Rum besteht oder wie er hergestellt wird.

Wir wissen, dass Scotch nur an einem Ort produziert wird: Schottland. Wir wissen, dass Tequila nur an einem Ort produziert wird: in der Region Tequila in Mexiko. Cognac kann nur in der französischen Region Cognac hergestellt werden. Tennessee Whiskey nur in…dreimal darfst du raten…Die meisten Spirituosen sind an eine bestimmte Region und Produktionsstil gebunden. Rum ist anders.

 

Die Herstellung: Woraus besteht Rum?

Auf den Punkt gebracht lautet die Antwort: Rum wird aus Zucker hergestellt. Um etwas spezifischer zu sein, wird Rum entweder aus Rohrzucker oder den Nebenprodukten von Rohrzucker, wie Melasse und Zuckerohrsaft hergestellt. Er wird dann fermentiert, destilliert und in Eichenfässern gereift. Andere Zutaten werden manchmal hinzugefügt, um eine breitere Palette von Aromen zu schaffen, wie z.B. karamellisierter Zucker, Fruchtextrakte und Gewürze.

Ein Bisschen Geschichte muss sein

Der Handel mit Rum war von Anfang die Quelle von Spannungen zwischen vielen Ländern. Als einer der wichtigsten Spirituosen der Welt, wird die Geschichte des Rums von den Mythen der Piraterie, der Karibik und der Sklaverei geprägt.

Der früheste bekannte Hinweis auf einen Rum-ähnlichen Schnaps stammt von Marco Polo, der in einem Brief von einem “sehr guten Zuckerwein” schrieb, der ihm im Nahen Osten angeboten worden war. Die ersten echten Rums wurden in der Karibik während des frühen 17. Jahrhunderts hergestellt. Barbados wird von vielen als Geburtsort der Spirituose gehalten, obwohl die karibischen Rums am Anfang für ihre geringe Qualität und ihren feurigen Geschmack bekannt wurden.

Niemand weiß wirklich, woher das Wort “Rum” stammt. Einige behaupten, es sei eine amerikanische Abkürzung des Worts “Rumbullion” (Aufruhr, Tumult). Andere haben das Wort britischer Slang, Zigeunerdialekte und das alte niederländische Wort für Trinkgläser “Rummer” zugeschrieben, aber niemand weiß es genau.

Rumsorten

Weißer Rum (oder “Silver”)

Hat in der Regel einen milderen Geschmack und helleren Körper als Gold oder dunkle Rums. Diese leichte Art von Rum wird am häufigsten verwendet um Cocktails herzustellen (Cuba Libre, Daiquiri, Mojito und Piña Colada).

Dunkler Rum

Er kann goldfarben, rot, braun oder sogar schwarz sein. Die dunkle Farbe ist das Ergebnis hoher Melasse- und/oder karamellisierter Zuckeranteile, kann aber auch durch die Verwendung von stark verkohlten Fässern während des Alterungsprozesses verursacht werden. Dunkle Rums sind die bevorzugten der Rumfamilie.

 

Navy Rum

Bezieht sich auf die traditionellen dunklen und vollmundigen Rums, die mit der britischen Royal Navy in Verbindung gebracht werden. Die Royal Navy war berühmt für ihren Brauch, den Matrosen eine tägliche Ration Rum zur Verfügung zu stellen, und das bereits 1655, als die britische Flotte die Insel Jamaika eroberte. Rum reiste an Bord von Schiffen viel besser als französischer Schnaps. In der Tat, wo Wein- und Schnaps auf Traubenbasis in der Hitze der Tropen schließlich schlecht liefen, schien der Rum sich sogar zu verbessern, als er in den Fässern an Bord des Schiffes reifte.

Premium Aged Rum

Viele feine Rums werden jahrelang in Eichenfässern gereift, um ein überlegenes Geschmacksprofil zu erreichen. Das Zusammenspiel von Alkohol und Holz wirkt sich positiv auf die subtilen Aromen des Rums aus. Diese älteren, reiferen Rums, die in spanischen Territorien oft als “Añejo” bezeichnet werden, werden oft wie ein feiner Cognac oder Single Malt Scotch pur genossen. Darüber hinaus erfordern viele Cocktailrezepte die Einbeziehung dieser würzigen und reichhaltigen Rumsorten.

Overproof Rum

Rumsorten, die höhere Alkoholkonzentrationen enthalten (40% – 50%vol.), werden oft als Overproof bezeichnet und werden wird hauptsächlich zum Mixen von Cocktails verwendet.

Flavored and Spiced Rum  (aromatisierter und gewürzter Rum)

Das Aroma von Rum durch Zugabe von Gewürzen und Aromen während der Destillation wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts populär. Kokos-Rum ist die beliebteste und ältere Sorte davon. Als „Spiced“ bezeichnet man jede Art von Rum, dessen zusätzlichen Geschmack durch natürliche Kräuter und Gewürze verstärkt wird. Diese Gewürze reichen von Zimt und schwarzem Pfeffer bis hin zu Rosmarin oder Anis.

Cachaça

Der brasilianische Rum unterscheidet sich von anderen, weil statt Melasse reinen Zuckerrohrsaft im Destillationsprozess verwendet wird. Laut Gesetz muss Cachaça in Brasilien produziert werden und ist einer der süßesten Rums. Viele Menschen – vor allem die Brasilianer – lassen ihn nicht gerne als Rum kategorisieren. Stattdessen wird er oft als eine einzigartige destillierte Spirituose betrachtet. Der berühmteste Cachaça-Cocktail ist der Caipirinha, Brasiliens Nationalgetränk.

Rhum Agricole

Ähnlich wie Cachaça wird Rhum Agricole (Rum landwirtschaftlicher Herstellung) auch aus reinem Zuckerrohrsaft destilliert. Während Rum in der Regel keine strengen Vorschriften für seine Produktion hat, ist Rhum Agricole eine Ausnahme. Rhum Agricole muss in den französischen Gebieten, am häufigsten auf der Insel Martinique hergestellt werden, und es wird von einem AOC (appellation d’origine controllée) ähnlich wie Cognac regiert. Das Zuckerrohr darf nur in der Trockenzeit geerntet und der Saft muss innerhalb von drei Tagen extrahiert werden. Rhum Agricole ist bekannt für seinen grasigen, süßen Geschmack, weil Zuckerrohr ein Gras ist. Die Reinheit des Saftes verleiht diesem Rum einen besonderen Geschmack.


                       Das kleine 3 x 3 der Rumcocktails 

Drei Rezepte für Einsteiger: Drei-Zutaten-Cocktails, mit denen man mit minimalem Aufwand als Hobby-Bartender glänzen kann

♦ Vietnamesischer Eiskaffee – hier kann Starbucks nicht mithalten

60ml gewürzter Rum (z.B. Spirit of Old Man Spiced Orange)
300ml kalter Kaffee
30ml gesüßte Kondensmilch

Alle Zutaten in einen Shaker mit mehreren Eiswürfeln geben und 15-20 Sekunden lang kräftig schütteln, bis der Shaker anfängt zu frosten. In ein hohes Glas mit neuen Eiswürfeln servieren. Optional: Mit einer Kaffeebohne garnieren.

Erdbeer Daiquiri – Im Grunde genommen, ein Smoothie

150g tiefgekühlte Erdbeeren
30ml Limettensaft
60ml weißer Rum (z.B. Ron Brugal Blanco Supremo)

Alle Zutaten in einen Mixer geben und auf hoher Stufe gut verblenden. In ein Cocktailglas geben und sofort servieren.

 

♦ Dark ‘n Stormy – Das Sodagetränk für Erwachsene 

120 ml Ingwerbier
60 ml dunkler Rum (z.B. Ron Cubaney Añejo Especial)
1 Limette

Ingwerbier und Rum in ein hohes Glas vermischen und mit einer Limettenscheibe garnieren.

 

 

Noch mehr Rum-Cocktail Rezepte findet ihr hier bei uns im MAGAZIN:

 

 


 

Rezept: Apfelpunsch (mit Weißwein) | Heißgetränk zu Weihnachten

Apfelpunsch (mit Weißwein) | Heißgetränk zu Weihnachten

Gericht Drinks
Portionen 4
Autor Anne

Zutaten

  • 500 ml Apfelsaft klar
  • 1 Apfel
  • 400 ml Weißwein z.B. MIOLO Chardonnay/Viognier
  • 100 ml Mandelikör
  • 100 ml Schlagsahne fest geschlagen
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Zimtpulver

Anleitungen

  1. Den Apfel vierteln, Kerngehäuse entfernen, in kleine Stücke schneiden und mit Zitronensaft vermischen (um zu verhindern, dass die Apfelstücke braun werden).
  2. Im nächsten Schritt den Saft zusammen mit dem Weißwein, Mandellikör und Zucker in einem Topf mischen und zum Kochen bringen.

  3. Die Apfelstücke auf vier Gläser verteilen und diese mit dem Punsch aufgießen. Nach Geschmack kommt nun noch je ein Klecks steif geschlagene Sahne und eine Prise Zimt obendrauf.

Rezept: Buñuelos | Kolumbianische Mais-Käsebällchen

Buñuelos | Kolumbanische Mais-Käsebällchen

Gericht Snack
Länder & Regionen Colombia
Autor Anne

Zutaten

  • 250 g Feta zerbröselt
  • 200 g Maisstärke z.B. Maizena
  • 50 g Tapiokastärke
  • 1 TL Salz nach Bedarf
  • 1/4 TL Backpulver
  • 1 EL Butter in kleinen Stückchen
  • 2 Eier Größe L, verquirlt
  • Mindestens 1 Liter Sonnenblumenöl oder Rapsöl zum Frittieren

Anleitungen

  1. Traditionell werden Buñuelos mit Costeño-Käse (Queso Costeño) hergestellt, einem kolumbianischen etwas salzigen und harten weißen Käse. Für dieses Rezept verwenden wir Feta-Käse – er ist der ähnlichsten Käse, den es in Deutschland gibt.
  2. Zuerst die Maisstärke und die Tapiokastärke in eine Schüssel sieben. Die verquirlten Eier, das Backpulver und den zerbröckelten Käse sowie die Butterstückchen dazugeben. Alles gut vermischen. Eventuell nachsalzen und den Teig solange kneten, bis er schön elastisch ist und an den Händen nicht mehr kleben bleibt. Aus dem Teig etwa 4 cm große Bällchen formen.
  3. Das Pflanzenöl in einen Topf geben: So viel, dass die Bällchen darin gut schwimmen können. Das Öl hat die richtige Temperatur, wenn man das Stil eines Holzkochlöffels oder einen Holzstäbchen (Schaschlikspieß) hinein hält und sich daran Bläschen bilden. Die Buñuelos nach und nach hineingeben und goldbraun frittieren (gelegentlich wenden).

Rezept-Anmerkungen

Und wenn es schnell gehen muss: Unsere Fertigmischungen 

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