Rezept: Buñuelos | Kolumbianische Mais-Käsebällchen

Buñuelos | Kolumbanische Mais-Käsebällchen

Gericht Snack
Länder & Regionen Colombia
Autor Anne

Zutaten

  • 250 g Feta zerbröselt
  • 200 g Maisstärke z.B. Maizena
  • 50 g Tapiokastärke
  • 1 TL Salz nach Bedarf
  • 1/4 TL Backpulver
  • 1 EL Butter in kleinen Stückchen
  • 2 Eier Größe L, verquirlt
  • Mindestens 1 Liter Sonnenblumenöl oder Rapsöl zum Frittieren

Anleitungen

  1. Traditionell werden Buñuelos mit Costeño-Käse (Queso Costeño) hergestellt, einem kolumbianischen etwas salzigen und harten weißen Käse. Für dieses Rezept verwenden wir Feta-Käse – er ist der ähnlichsten Käse, den es in Deutschland gibt.
  2. Zuerst die Maisstärke und die Tapiokastärke in eine Schüssel sieben. Die verquirlten Eier, das Backpulver und den zerbröckelten Käse sowie die Butterstückchen dazugeben. Alles gut vermischen. Eventuell nachsalzen und den Teig solange kneten, bis er schön elastisch ist und an den Händen nicht mehr kleben bleibt. Aus dem Teig etwa 4 cm große Bällchen formen.
  3. Das Pflanzenöl in einen Topf geben: So viel, dass die Bällchen darin gut schwimmen können. Das Öl hat die richtige Temperatur, wenn man das Stil eines Holzkochlöffels oder einen Holzstäbchen (Schaschlikspieß) hinein hält und sich daran Bläschen bilden. Die Buñuelos nach und nach hineingeben und goldbraun frittieren (gelegentlich wenden).

Rezept-Anmerkungen

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Das Fest der Lichter | Weihnachten in Kolumbien

Die Kolumbianer sind für Freude, menschliche Wärme, gute Laune und natürlich für ihre ewige „Partylaune“ bekannt. Und zur Weihnachtszeit ist das nicht anders! Diese Tage werden so freudig erwartet, dass die Weihnachtszeit in Kolumbien sogar einen ganzen Monat dauert! Neben schönen Lichtshows und Themendekorationen machen Traditionen, Bräuche und typische Lebensmittel diese Jahreszeit einzigartig.

Es geht am 1. Dezember mit der „Alborada“ los: Die Stadt Medellin eröffnet die Feierlichkeiten mit einem riesigen Feuerwerksfest, das den Himmel erleuchtet und den Beginn der Weihnachtszeit markiert. Bereits Ende November wird in der Hauptstadt Bogotá die „ Ruta de La Navidad“ (Weihnachtsstraße) gebaut – mehr als 14.000km Straßen und 150.000 m² Grünanlagen und Plätze werden thematisch beleuchtet.

 

Weiter geht es am 7. Dezember mit dem „Día de las Velitas (Tag der Kerzchen): Die Straßen der Städte werden mit Kerzen geschmückt. An Hauseingängen und Gehwegen werden genau um 19 Uhr bunte Laternen mit Kerzen hingestellt. Die Kerzen leuchten bis zur ca. 3 Uhr Morgens des 8. Dezember.

 

Vom 16. Dezember bis Heiligabend nehmen viele Kolumbianer an “Novenas de Aguinaldo” teil (aus dem Lateinischen noveni = jeweils neun). Das ist eine besondere Zeit in der Familie, Freunde und Nachbarn zusammenkommen, um in den 9 Tagen vor Weihnachten zu beten. Neben den Gebeten singen die Menschen Weihnachtslieder (villancicos) und essen landestypischen Köstlichkeiten (mehr dazu gleich!). Die Gebete werden entweder einzeln oder als Gruppe vorgetragen, meist aus einem Buch, das zwischen den Gästen weitergegeben und vorgelesen wird.

 

Kolumbianer haben einen großen Sinn für Humor und lieben es Freunde, Familie und Bürokollegen für ihre weihnachtlichen Leckereien arbeiten zu lassen Die berühmte „Aguinaldos“ sind Spiele oder Herausforderungen, die in der Regel zu zweit gespielt. Die beiden Spieler legen bestimmte Spielregeln fest, und wetten dann um ein kleines Weihnachtsgeschenk oder einen Gefallen, die derjenige erbringen muss, der die vereinbarten Regeln nicht einhält. Das Wort „Aguinaldo“ bedeutet soviel wie „Geschenk oder Überraschung, die man zu Weihnachten überreicht“. Man spürt: in der Novena de Aguinaldos nehmen sich die Leute mehr Zeit füreinander als sonst.

 

Heiligabend – der große Tag! In Kolumbien findet die offizielle Weihnachtsfeier am 24. Dezember statt. Der Höhepunkt der großen Party ist um Mitternacht, wann die Bescherung stattfindet. Dabei kommt das Jesuskind in die Häuser: Kolumbianer glauben nicht an einen Weihnachtsmann, der in den Schornstein hinabsteigt und die Geschenke bringt. Für sie ist es das Jesuskind, das sich darum kümmert!

1 Weihnachtstag: Wie in vielen anderen Südamerikanischen Ländern, ist es auch am 25. Dezember üblich mit der Familie an einem Gottesdienst teilzunehmen und die Reste des Abendessens des Vortages zu verspeisen. Apropos Weihnachtsessen…

Weihnachten ist nicht Weihnachten ohne Essen und in Kolumbien ist es nicht anders. Als herzhaftes Hauptgericht entscheiden sich die meisten Kolumbianer oft für Lechona: Ein ganzes Schwein, gefüllt mit Erbsen und Reis. Alternative Fleischsorten für dieses Gericht sind Schinken oder Truthahn. Zu den weiteren herzhaften Tellern gehören typische nationale Gerichte wie Tamales (gefüllte, gedämpfte Maisblätter) oder Ajiaco (Kartoffel-Hähnchen-Eintopf). Geliebt sind auch andere festliche Favoriten wie Buñuelos (frittierte Käseteigbällchen).

Buñuelos

 

Die wahren Stars des Weihnachtsessens sind jedoch die Desserts. Natilla (das Rezept findet ihr hier im Magazin!) ist wahrscheinlich das beliebteste Weihnachtsgericht des Landes: Ein Pudding mit Milch, der einem Flan ähnelt. Manjar Blanco (milchige, süße Reiscreme) und Hojuelas („Flocken“ auf Spanisch, ein traditionelles Süßgebäck) sind auch auf jeder festlichen Tafel vertreten.

Natilla

 

Man soll ja meinen , dann haben die Kolumbianer nach den ganzen Tagen genug von Feiern? Von wegen! Es geht weiter! Am 28. Dezember genießen Kolumbianer einen Tag voller Witze, Streiche und Spaß. Es kommt „El día de los Inocentes“ (Tag der Unschuldigen) der dafür da ist, den Spaß in der Ausfallzeit zwischen Weihnachten und Neujahr zu halten!

In diesem Sinne: FELIZ NAVIDAD!

Rezept: Natilla con Panela | Kolumbianisches Weihnachtsdessert

Natilla con Panela | Kolumbianisches Weihnachtsdessert

Gericht Dessert
Länder & Regionen Colombia
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 16
Autor Anne

Zutaten

  • 1,5 liter Vollmilch
  • 500 ml Kokosmilch
  • 250 g Panela dunkelbraunen Zucker
  • 2 bis 3 Nelken
  • 3 bis 4 Zimtstangen
  • 1/2 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Maisstärke (Maizena)
  • 2 EL Butter
  • 1 Vanilleschote ausgekratzt
  • Optional: 150g gehackte Nüsse und/oder 100g Rosinen
  • Optional: 200g Kokosraspeln

Anleitungen

  1. Die Maisstärke in eine kleine Schüssel geben. Langsam in 250ml Vollmilch (oder mehr bei Bedarf) rühren, bis die Maisstärke gut aufgelöst und die Mischung glatt ist.

  2. Die restliche Vollmilch und die Kokosmilch (ggf. die optionalen Kokosraspeln) in einen großen Topf geben. Die Maisstärke hat zunächst einen nachweisbaren Geschmack der aber verschwindet, sobald die Natilla gründlich gekocht ist. Den dunklen Rohrzucker (Panela) der Milchmischung hinzufügen. Natron, Zimtstangen, Nelken und Salz dazugeben und gut mischen.
  3. Die Milch-Zucker-Mischung bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen. Dann die Zimtstangen und Nelken herausnehmen. Die Milch-Maisstärke-Mischung einrühren und weiter kochen, bis die Natilla beginnt sich zu verdicken (die Mischung soll dick genug sein, dass der Boden der Pfanne für einige Sekunden beim Umrühren zu sehen ist). Dabei ständig umrühren, damit die Maisstärke nicht verklumpt und die Mischung nicht anbrennt.

  4. Rosinen, Nüsse und/oder Kokosraspeln hinzufügen, falls gewünscht, und den Topf von der Herdplatte nehmen. Zuletzt die Butter und die ausgekratzte Vanille unterrühren.
  5. Die Natilla in eine Servierschüssel geben. Mit Zimtpulver bestäuben und etwa 1 Stunde bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen.
  6. Zum Servieren: die gekühlte, schnittfeste Natilla großzügig mit Zimt und Kokosraspeln bestreuen und in dicken Scheiben bzw. Rechteckstücke schneiden.

Rezept-Anmerkungen

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