Repulgue flechten | Randverzierung der Empanadas

 1 – Vorbereitung zum Repulgue (Empanadas schließen):

Dies ist ein einfacher, aber wichtiger Schritt. Die Finger in eine Schüssel mit Wasser eintauchen und entlang der gesamten Kante des Teigkreises führen und so den teig anfeuchten.
Dann die Empanada umklappen und die Füllung umschließen. De Ränder leicht zusammen drücken. Man soll sich die Zeit nehmen, diesen Schritt sorgfältig durchzuführen. Dadurch wird verhindert, dass die Füllung später ausläuft.

 

2 –  Repulgue (Randverzierung) flechten:

Es gibt die einfache Möglichkeit, den Rand einer Empanada nur mit den Zinken einer Gabel zu schließen. Diese Methode wird häufiger bei frittierten Empanadas eingesetzt.

Die traditionelle geflochtene Kante – oder REPULGUE – ist häufiger bei gebackenen Empanadas zu finden. Um ein Repulgue zu flechten, muss man an Dreiecke denken. Man beginnt mit einer Ecke der Empanada (Siegelkante) und faltet sie leicht über sich selbst.

Dadurch entsteht fast automatisch ein neues Dreieck. Das neu entstandene zweites Dreieck direkt neben dem ersten nach unten über sich selbst wieder falten, dabei den Teig sehr leicht ziehen.

Diese Bewegung wiederholen, bis man am anderen Ende der Empanada ankommt. Das letzte Dreieck kann bei Bedarf unter die Kante gesteckt werden.

Einige Leute falten gerne die Dreiecke zwischen Daumen und Zeigefinger einer Hand, während sie die Empanada mit ihrer anderen Hand festhalten.

Wir wünschen viel Spaß beim Flechten 🙂 und guten Appetit!

Empanadas de Dulce de Leche con Banana | Süße Verführung aus Argentinien

Empanadas de Dulce de Leche con Banana

Gericht Dessert
Länder & Regionen Argentinien
Portionen 12
Autor Anne

Zutaten

  • 12 Teigkreise für Empanada zum Frittieren (Freir)
  • 200 g Dulce de Leche
  • 3 reife Bananen gewürfelt
  • 100 g Zucker
  • Zimt nach Geschmack
  • Öl zum Frittieren

Anleitungen

  1. Teigkreise für Empanadas auf Backpapier legen und mit einem Esslöffel Dulce de Leche dünn bestreichen. Am Rand ca. 0,5 cm frei lassen, um die Empanada später schließen zu können. Mit Bananenstückchen bedecken.
  2. Den Teig zuklappen und verschließen (Repulgue). In ausreichend Öl frittieren (ca. 30 Sekunden auf jeder Seite) bis sie goldbraun sind. 

  3. Wichtig: Die Empanadas müssen im Öl „schwimmen“.
  4. Nach dem Frittieren die Empanadas auf einem Papiertuch trocknen, aber nicht kalt werden lassen.
  5. Mit der Zimtzuckermischung umhüllen und warm servieren.

Rezept-Anmerkungen

Wir haben den speziellen Teig dafür im Shop:

Empanadas Criollas | Gefüllte Argentinische Teigtaschen

 

Empanadas Criollas

Gericht Snack
Länder & Regionen Argentinien
Portionen 24 Stück
Autor Anne

Zutaten

  • 24 Teigkreise für Empanadas zum Backen (Horno)
  • 500 g Rindfleisch sehr klein geschnitten
  • 250 g Zwiebeln gehackt
  • 150 g Butterschmalz
  • 2 EL Paprikapulver
  • Chilipulver nach Geschmack
  • 1/2 TL Kümmel
  • 50 g Rosinen 20 Min. im lauwarmen Wasser eingeweicht
  • 24 grüne Oliven entkernt und klein geschnitten
  • 1 Bund Lauchzwiebeln kein gehackt
  • 3 hartgekochte Eier klein geschnitten
  • 120 ml Wasser

Anleitungen

  1. Das Fleisch in 0,5cm breite Streifen und dann quer in kleinen Würfeln schneiden. Die gehackten Zwiebeln und Lauchzwiebeln im Butterschmalz glasig dünsten. Mit dem Wasser ablöschen und weiter kochen lassen, bis alle Flüssigkeit verdampft ist.
  2. Fleisch dazugeben und unter ständigem Rühren anbraten. Paprikapulver, ggf. Chilipulver, Salz, Kümmel und Rosinen beimengen und die Masse abkühlen lassen.

  3. Die hart gekochten Eier schälen und achteln. Auf jeden Teigkreis einen gehäuften Esslöffel Füllung geben, dazu gekochtes Ei und Olivenstücke darauflegen.
  4. Teigrand mit etwas Wasser bestreichen und verschließen (Repulgue). Empanadas auf ein Backblech mit Backpapier legen. Im vorgeheizten Backofen (210 °C) ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Rezept-Anmerkungen

Wir haben den speziellen Teig für Empanadas Criollas im Shop:

Originalzutaten erhältst du übrigens bei brasil-latino.

Rezept: Chimichurri | Argentinische Kräutersauce

Chimichurri | Argentinische Kräutersauce


Gericht Side Dish
Länder & Regionen Argentinien
Autor Anne

Zutaten

  • 1/2 Bund Petersilie fein gehackt
  • 2 EL Oregano
  • 2-4 Knoblauchzehen zerkleinert
  • 1 Schalotte fein gehackt
  • 1-2 TL Aji getrocknete Chiliflocken, nach Geschmack durch Paprikaflocken ersetzen
  • 2 EL Essig am besten Rotweinessig
  • 1 EL frischer Zitronensaft
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/2 Tasse hochwertiges Olivenöl
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Anleitungen

  1. Alle Zutaten in einen Mörser geben, mit Zitronensaft und Olivenöl so lange vermischen, bis sich eine dickflüssige Emulsion bildet. Die Konsistenz sollte ähnlich wie bei einem Pesto sein. Die Sauce soll mindestens zwei Wochen lang in einem klaren Glasgefäß im Kühlschrank ziehen.

  2. Die Sauce schmeckt frisch zubereitet auch gut, entfaltet aber erst nach einigen Tagen ihren intensiven Geschmack.

Rezept-Anmerkungen

TIPP: Das Lorbeerblatt lässt sich im Mörser nicht zerkleinern. Es sollte für das Aroma jedoch mit hineinkommen und erst vor dem Servieren wieder entfernt werden.

Im unseren Onlineshop findet ihr Chimichurri sowohl verzehrfertig oder als Kräuter-Trockenmischung zum selbst Anrühren.

Asado | Argentinische Grillkultur

Wenn es um Fußball geht, ist die Rivalität zwischen Brasilien und Argentinien ein endloser Kampf. Aber wenn wir vom Grillen reden, endet der Kampf sofort im Gleichstand und alle sind sich einig: Sonntag ist Grilltag! Brasilianer sowie Argentinier sitzen glücklich am Tisch mit Familien und Freunden zusammen und der Genuss eines perfekten Stück Fleischs steht im Mittelpunkt. Egal, ob es ASADO oder CHURRASCO heißt….

DIE GESCHICHTE DES  „ASADO“:

Die Leidenschaft der Argentinier für Fleisch ist nichts Neues. Der Sohn vom Entdecker Christoph Kolumbus  förderte bereits 1511 die Vermehrung des Viehbestandes in dem von den Spaniern eroberten Gebiet Südamerikas.

1556 kamen die ersten Kühe in das heutige Argentinien, von Panama über Venezuela und Brasilien. Sie verstreuten sich schnell über die weiten Ebenen des Landes und der Bestand wurde bereits im 18. Jahrhundert auf 40 Millionen Stück geschätzt. Die Großzügigkeit des Bodens und die Wetterbedingungen verbesserten außerdem die Qualität der drei häufigsten britischen Rassen (Angus, Hereford und Shorthorn) die nach Argentinien importiert wurden.

Der Bestand war so groß, dass jeder das Vieh fangen dürfte. Viele Jahre lang war der Fleischkonsum sehr günstig (wenn nicht umsonst) und wurde so zur Gewohnheit für die Bevölkerung.

DER GRILL / DIE PARRILLA:

Argentinier bevorzugen die Verwendung vom Grillrost, der „Parrilla“ heißt. Als Brennholz (Holzkohle wird eh selten dort verwendet) kommen regionale Bäume (z.B. Espinillo) zum Einsatz. Diese erzeugen einen duftigen Rauch, der einen besonderen Geschmack hinterlässt. Einige Parrillas haben eine Vorrichtung aus schrägen Rinnen die verhindern, dass das Fett vom Fleisch auf die Glut tropft und Flammen produziert: Die „Canaletas“.

In Argentinien gibt es eine eigenartige Methode der alten Schule um nachzuprüfen, ob die Parrilla die perfekte Temperatur zum Grillen hat: Man versucht die Hand für 5 bis 10 Sekunden darauf zu halten. Weniger als 5 Sekunden bedeutet zu heiß, mehr als 10 Sekunden bedeutet noch nicht heiß genug.

DAS FLEISCH:

In Argentinien ist der Begriff „glückliche Kühe“ sehr klar: Die Kühe sind immer im Freien und genießen die Sonne. Die landesweiten Ebenen sorgen dafür, dass die Tiere wenig Muskeln aufbauen und sich nicht beim Weiden anstrengen müssen, wie in einigen anderen Ländern.  Das argentinische Fleisch hat den Ruf, eines der besten der Welt zu sein.

Die beliebtesten Fleischsorten bzw. -schnitte sind:

Bife de Chorizo: Sehr weiches Fleisch, mit leichter Fettmarmorierung. Dieser Zuschnitt heißt auf Deutsch Lendensteak;

Bife de Lomo: Das traditionelle Filet Mignon, das zarteste Stück vom Rind;

Costilla: Dieser Zuschnitt bietet eine große Menge an Fleisch, mit dem Geschmack von durchwachsenem Speck und nur kleine Knochenstücke (Rippen), was die Grillzeit im Vergleich zu der brasilianischen Art wesentlich verkürzt;

Colita de Cuadril: Hüftspitze, Bürgermeisterstück

Parrillada (gemischte Grillplatte): enthält verschiedene Fleischarten. Dazu gehört chorizo (Würstchen vom Schwein), pollo (Hähnchenfleisch), costillas (Spare Ribs/Rippen) und carne (Rindfleisch). Manchmal können da aber auch Innereien dabei sein, wie chinchulines (kleine Innereien), tripa gorda (große Innereien), molleja (Kalbsbries), ubre (Kuheuter), riñones (Nieren) und morcilla (Blutwurst).

Bife de Chorizo

 

DIE BEILAGEN:

In Argentinien wird der Asado häufig begleitet von Pommes, Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Provoleta (gegrillter Provolone), Parrillada de Verduras (gegrilltes Gemüse), Salate oder Reis. Die traditionelle Chimichurri-Sauce (Kräutersauce) darf auf keinen Fall fehlen.

Das Rezept für hausgemachte Chimichurri-Sauce findet ihr hier im Magazin und die fertige Alternative bei uns im Onlineshop.

Die argentinische Parrillada und der Asado werden in der Regel von einem guten Rotwein begleitet.

Chimichurri


Hier ein Überblick der wesentlichen Unterschiede zwischen dem brasilianischen Churrasco und der argentinischen Parrilla:

1) Die Art der Zubereitung: 

Argentinien –  auf dem Grillrost (Parrilla)
Brasilien – am Spieß und/oder Grillrost (Churrasqueira/Grelha)

2) Das Feuer:

Argentinien –  aus Brennholz
Brasilien –  aus Kohle

3) Das Salz

Argentinien –  feinkörnig
Brasilien –  grob

4) Die Vorspeisen:

Argentinien –  Empanadas und gegrillter Provolone
Brasilien –  Würste, gegrillte Hähnchenschenkel und Knoblauchbrot

5) Die Getränke

Argentinien –  Wein
Brasilien –  Bier und Caipirinha

Originalzutaten erhältst du übrigens bei brasil-latino.de

Rezept: Jockey Club #2 | Argentinischer Cocktail mit Legui Likör

Jockey Club #2 | Argentinischer Cocktail mit Legui Likör

Gericht Drinks
Länder & Regionen Argentinien
Autor Anne

Zutaten

  • 30 ml Whiskey Johnny Walker Red Label
  • 30 ml süßer Wermut
  • 2 Spritzer Legui Likör

Anleitungen

  1. Alle Zutaten (Whiskey, Wermut, Legui Likör) in einem Shaker gefüllt mit Eiswürfeln geben und kräftig schütteln.

  2. In ein gekühltes Glas hinschütten und mit einer Scheibe Orange (unbehandelt) garnieren.