Wie das Herz der Agavenpflanze zu Tequila wird

Tequila ist ein faszinierendes Destillat, das auf der ganzen Welt genossen wird. Sein einzigartiger Geschmack, strenge Vorschriften in der Herstellung und exotisches Flair verleihen Tequila einen Reiz bei dem Whiskey, Rum, Gin, Wodka & Co. nicht mithalten können. Die Herstellung von Tequila ist genauso interessant wie die Spirituose selbst. Heute werfen wir einen Blick in die Welt des Tequilas, bevor er zu einem Cocktail wird.

Tequila muss in bestimmten Gemeinden in Mexiko produziert werden. Außerhalb dieser ausgewiesenen Gebiete kann ein auf Agaven basierendes Destillat erzeugt werden, das aber nicht Tequila genannt werden darf. Dieses Detail unterscheidet die Spirituose von allen anderen, die auf der ganzen Welt produziert werden und ermöglicht es dem „Consejo Regulador del Tequila (CRT) ” (Dt: Tequila-Regulierungsbehörde), strenge Vorschriften über seine Produktion zu halten. Die CRT-Standards müssen eingehalten und erfüllt werden, damit jeder Tequila unter diesem Namen verkauft werden kann.

Im mexikanischen Bundesstaat Jalisco wird der Großteil des heutigen Tequila produziert. Die Tiefebene in der Nähe der Stadt Tequila (etwas außerhalb der Stadt Guadalajara) ist die Heimat einiger der größten Namen in der Tequila-Industrie.

Der Ursprung

Wahrscheinlich begannen Spanier während des 16. Jahrhunderts ein Getränk namens „Pulque“ herzustellen. Blaue Agave wuchs reichlich in der Region Tequila und hatte einen enormen Wert im täglichen Leben: Die Blätter der Agavenpflanze wurden verwendet um Dächer zu bauen; Nadeln, Stifte und Nägel zu machen. Außerdem wurden damit starke Seile, Papier, Brennstoff, Seife, Bleichmittel oder Waschmittel produziert. Der Saft der Pflanze wurde als Wundheilmittel verwendet. Tatsächlich war der am wenigsten genutzte Teil der Pflanze das Herz (Piña). Wahrscheinlich erkannten die Spanier den hohen Zuckergehalt des Herzes dadurch, dass die Ureinwohner dieses als Süßigkeit kauten.

Die Agavenpflanze und die Ernte

Im Gegensatz zur gängigen Meinung ist die Agavenpflanze kein Kaktus, sondern eine Sukkulente. Die Sorte „blaue Agave“ (Agave Tequilana Weber var. Azul) wird für die Herstellung von Tequila verwendet. Oberirdisch wachsen lange Spitzen der Agavenpflanze in Rosetten. Diese Blätter sind dick und fleischig mit großen spitze Dornen am Ende eines jeden Blattes.

Unterirdisch befindet sich das Herz der Pflanze, oder Piña: Zur Herstellung von Tequila wird nur dieses Herz verwendet. Die Piña sieht aus wie eine riesige, weiße Ananas und sobald sie ausgegraben ist, wird sie in der Brennerei gekocht und entsaftet. Die Agavenpflanzen wachsen sechs bis zehn Jahre in ordentlichen Reihen und werden akribisch gepflegt, bis sie erntereif sind.

Der Erntehelfer oder “Jimador” entfernt die Agavenblätter mit einem scharfen gebogenen Werkzeug namens Coa. Er schneidet mehr als 200 Blätter weg, die das Herz der Pflanze schützen, bis dieses aus dem Boden extrahiert wird. Ungefähr 7kg Agavenherz werden benötigt, um einen Liter Tequila zu produzieren.

Das Backen der Piñas

Beim Backen der Agavenherzen werden je nach Hersteller traditionellen Ziegelöfen oder moderne Edelstahl-Öfen verwendet. Dieser Prozess wandelt komplexe Kohlenhydrate in einfachen Zucker um und erweicht auch die Piña, was den Prozess der Zuckerextraktion erleichtert. Die Piñas werden dann auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe reduziert, werden dunkelbraun und sehen aus als wären sie karamellisiert.

 

Die Extraktion

Nach dem Backen werden die Agavenherzen zur Zuckergewinnung in eine Mahlfläche transportiert. Die gekochten Piñas werden zerkleinert, um den Saft oder “Aguamiel” freizusetzen, der fermentiert wird. Nach der traditionellen Methode werden die Piñas mit einer “Tahona” zerkleinert (einer riesigen Schleifscheibe, die von Maultieren oder Ochsen in einer kreisförmigen Grube betrieben wird). Moderne Brennereien verwenden  einen mechanischen Brecher, um die Faser von den Säften zu trennen.

Die Fermentation

Während des Gärungsprozesses werden die Zucker in großen Holzbehältern oder Edelstahltanks in Alkohol umgewandelt. Hefe kann hinzugefügt werden, um die Fermentation zu beschleunigen und zu kontrollieren. Traditionell wird die Hefe verwendet, die natürlich auf den Agavenblättern wächst. Heute jedoch verwenden viele modernen Brennereien eine kultivierte Form von Wildhefe. Die Gärung dauert in der Regel sieben bis zwölf Tage, je nach verwendeter Methode.

Die Destillation

Erst durch die Destillation wird Tequila zu Tequila. Die fermentierte Säfte enthalten 4 bis 10% Alkohol und das Ziel ist es, es auf eine Konzentration von etwa 55% zu destillieren. In der Regel geschieht dies mit zwei Destillationen, entweder in traditionellen Kupferbehältern oder modernen Stahltanks.

Die erste Destillation, auch bekannt als “Deztrozamiento” (Dt. Zerschlagung) dauert ein paar Stunden und ergibt eine Flüssigkeit mit einem Alkoholgehalt von etwa 20%, die als “Ordinario” (Dt. einfach) bekannt ist. Die zweite Destillation, die als “Rektifikation” bekannt ist, dauert drei bis vier Stunden und ergibt eine Flüssigkeit mit einem Alkoholgehalt von fast 55%. Nach der zweiten Destillation gilt der Tequila als Silber oder “Blanco”.

Die Reifung

Fast alle Behälter, die in der Tequila-Reifung verwendet werden, sind französische oder amerikanische Weißeichenfässer, die zuvor verwendet wurden, um Bourbon zu altern. Tequila Reposados ist zwischen zwei und zwölf Monate alt, Tequila Añejo ist zwischen einem und drei Jahren alt und Tequila Extra Añejo ist älter als drei Jahre. Je länger der Tequila altert, desto mehr Farbe und Tannine hat das Endprodukt. Der Zustand der Fässer, Ihr Alter und vorherigen Gebrauch wirken sich auf den Geschmack des Tequilas aus.

 

Die Abfüllung

Wie Champagner erhält Tequila den Status “Herkunftsbezeichnung”, der die Produktion auf fünf mexikanische Staaten beschränkt: Guanajuato, Jalisco, Michoacén, Nayarit und Tamaulipas. Der Staat Jalisco ist sehr stolz darauf, das Zentrum der Tequila-Produktion zu sein. Es gilt als der Ort, an dem Tequila zum ersten Mal hergestellt wurde und wo die Standards definiert werden. Die anderen Staaten dürfen die blaue Agave nur in kleinen und definierten Regionen anbauen. Alle 100% Agaven-Tequilas müssen in den ausgewiesenen mexikanischen Regionen abgefüllt werden und auf ihren Etiketten die Anmerkung “Hecho en Mexico / Made in Mexico” tragen.

 

Salgados | Die brasilianische Imbisskultur

Eines der besten Merkmale der brasilianischen Küche ist die Fülle an preiswerten, einfachen und leckeren Snacks: die SALGADOS (oder Salgadinhos, wenn in mundgerechter Version).

Diese findet man in fast jeder Ecke: in Cafés, Bäckereien, Food-Trucks, Straßenmärkte aber ganz besonders in den sogenannten „lanchonetes“. Fast-Food nennen Brasilianer „lanche“ – daher das Wort „lanchonete“.

Während einige dieser brasilianischen Snacks als Fast  Food betrachtet werden können, ist ihr Platz in der brasilianischen Küche dank ihrer Popularität und Allgegenwart wichtig. Keine Party in Brasilien ist komplett ohne eine Auswahl an Salgadinhos. Es gibt unzählige, auch regionalbedingte Snacks und ein Paar davon stellen wir euch heute vor:

Diese 10 leckere herzhafte Snacks aus Brasilien haben bei uns in die enge Auswahl geschafft:

  •  Coxinha

Coxinhas sind knusprige Kroketten, die in der Regel mit einer Füllung aus Hähnchenfleisch und Catupiry (einem weichen, cremigen Käse) hergestellt werden. Die Füllung wird von einer Schicht Brandteig umgeben, mit goldenen Brotkrumen paniert und frittiert. Coxinhas sind wie Tropfen geformt, um die Form eines Hühnerschenkels (Port: coxa) darzustellen.

 

  • Pão de queijo 

    Die kleinen und leichten Käsebällchen stammen aus der Region Minas Gerais. Der Teig ist eine einfache Mischung aus Maniokstärke und Weichkäse, in der Regel der regionale „queijo minas“. Pão de queijo kann auch gefüllt (mit cremigem Käse, Hähnchenfleisch o.ä.) oder mit Marmelade serviert werden.

 

  • Quibe

Dieser Snack nahöstlicher Herkunft ist in Brasilien zu einem Favoriten geworden. Quibe (auch Kibe oder Kibbeh) wird aus Bulgur,  Hackfleisch und Gewürzen hergestellt. Sie schmecken am besten in Begleitung von Ketchup oder scharfer Chili-Soße. Gebratene bzw. frittierte Quibes sind am häufigsten zu finden, obwohl gebackene und rohe Versionen auch sehr beliebt sind.

 

  • Pastel

Neben Coxinhas in den Glasvitrinen sieht man höchstwahrscheinlich quadratische oder halbmondförmige, gefüllte knackige Teigtaschen voller Frittierbläschen – die „Pastéis“  (Einzahl= Pastel).
Häufige Füllungen sind “pizza” (Tomaten-, Oregano- und Mozzarella-Käse), “carne” (gewürztes Hackfleisch, manchmal mit hartgekochten Eiern), “bacalhau” (Kabeljau mit Kräutern und Zwiebeln), “palmito” (Palmherzen), “queijo” (Käse) und “frango” (Hähnchenfleisch). Bei der süßen Versionen findet man oft tropische Früchte, Marmelade, Schokolade oder Milchkaramellcreme als Füllung.

 

  •  Esfiha

Die ursprüngliche Schreibweise ist “sfiha”.  Esfiha ist kein typisches brasilianisches Essen, sondern ein Mitbringsel aus dem Nahen Osten. Libanesische und syrische Einwanderer nach São Paulo machten ihre Küche in Brasilien populär, und Esfiha wurde zu einem der beliebtesten herzhaften Snacks des Landes. Es ist in der Regel mit einer gewürzten Hackfleischmischung gefüllt und kommt in zwei Versionen: Offen oder geschlossen. Die offene Esfiha sieht aus wie eine Mini-Pizza, während die Geschlossene eher wie ein kleiner Knödel aussieht.

 

  • Tapioca

Tapioca sind Teigfladen aus Maniokstärke. Wasser wird der Maniokstärke zugegeben und in eine brutzelnden Pfanne verteilt, bis sie sich der Teig zu einem dünnen, weichen Pfannkuchen verfestigt. Die Fladen werden auch „beiju de tapioca“ genannt. Sie können mit jeder süßen oder herzhaften Füllung gekrönt werden, die man sich vorstellen kann – Schinken, Käse, Eier , Kondensmilch und Nutella sind sehr beliebt. Tapioca gehört zum traditionellen Frühstück im Norden Brasiliens.

 

  • Acarajé

Ein einzigartiges Essen aus dem Bundeland Bahia. Acarajé ist so lecker wie es chaotisch zu essen ist. Es wird aus Bohnen hergestellt, die eingeweicht, geschält und dann zu einer Paste gemahlen werden. Dieser Teig wird dann zu einer Kugel geformt, die in Palmöl frittiert wird. Dadurch wird die Außenseite knusprig und die Innenseite weich und klebrig. Die goldenen Kugeln werden dann aufgeschnitten und mit “vatapá” (Kokos- und Erdnussaufstrich, würziger Sauce, einem leichten Salat und manchmal Garnelen auf Wunsch) gefüllt.

 

  • Bolinho de bacalhau 

Diesen beliebten Snack haben die Brasilianer den portugiesischen Einfluss zu verdanken: Die Bällchen  bestehen aus einer Mischung aus geschreddertem Kabeljau, Kartoffelpüree und Kräutern. Sie werden zusammengerollt, frittiert und mit Limette serviert.

 

  •  Empada

Empadas sind Mini-Pasteten aus Mürbeteig, cremig herzhaft gefüllt und warm serviert. Beliebt sind „frango“ (Hähnchenfleisch) oder „frango com palmito“ (Hänchhenflisch mit Palmherzen und Oliven), sowie „frango com requeijão“ (Hähnchen mit Frischkäse).

 

  • Aipim frito 

Die im ganzen Land angebaute Maniokpflanze ist ein der meistverwendeten Zutaten Brasiliens. Auch bekannt als Yuca, Cassava, Macaxeira oder Aipim, wird die Pflanze am häufigsten als Stärke (Tapioka/Polvilho) oder als Gemüse zubereitet. In Stückchen geschnitten und gebraten, wird „aipim frito“ fast überall als brasilianische Alternative zu Pommes verkauft.

Wir haben einige SALGADOS als Tiefkühlprodukte im Sortiment! 

HIER kommst du direkt zur Kategorie im Shop.

Rum: Ein Leitfaden in die Welt dieser faszinirenden Spirituose

Einer der beliebtesten Spirituosen der Welt ist Rum. Wenn man jemals einen Rum-Cocktail genossen hat, hat man sich vielleicht gefragt, woraus Rum besteht oder wie er hergestellt wird.

Wir wissen, dass Scotch nur an einem Ort produziert wird: Schottland. Wir wissen, dass Tequila nur an einem Ort produziert wird: in der Region Tequila in Mexiko. Cognac kann nur in der französischen Region Cognac hergestellt werden. Tennessee Whiskey nur in…dreimal darfst du raten…Die meisten Spirituosen sind an eine bestimmte Region und Produktionsstil gebunden. Rum ist anders.

 

Die Herstellung: Woraus besteht Rum?

Auf den Punkt gebracht lautet die Antwort: Rum wird aus Zucker hergestellt. Um etwas spezifischer zu sein, wird Rum entweder aus Rohrzucker oder den Nebenprodukten von Rohrzucker, wie Melasse und Zuckerohrsaft hergestellt. Er wird dann fermentiert, destilliert und in Eichenfässern gereift. Andere Zutaten werden manchmal hinzugefügt, um eine breitere Palette von Aromen zu schaffen, wie z.B. karamellisierter Zucker, Fruchtextrakte und Gewürze.

Ein Bisschen Geschichte muss sein

Der Handel mit Rum war von Anfang die Quelle von Spannungen zwischen vielen Ländern. Als einer der wichtigsten Spirituosen der Welt, wird die Geschichte des Rums von den Mythen der Piraterie, der Karibik und der Sklaverei geprägt.

Der früheste bekannte Hinweis auf einen Rum-ähnlichen Schnaps stammt von Marco Polo, der in einem Brief von einem “sehr guten Zuckerwein” schrieb, der ihm im Nahen Osten angeboten worden war. Die ersten echten Rums wurden in der Karibik während des frühen 17. Jahrhunderts hergestellt. Barbados wird von vielen als Geburtsort der Spirituose gehalten, obwohl die karibischen Rums am Anfang für ihre geringe Qualität und ihren feurigen Geschmack bekannt wurden.

Niemand weiß wirklich, woher das Wort “Rum” stammt. Einige behaupten, es sei eine amerikanische Abkürzung des Worts “Rumbullion” (Aufruhr, Tumult). Andere haben das Wort britischer Slang, Zigeunerdialekte und das alte niederländische Wort für Trinkgläser “Rummer” zugeschrieben, aber niemand weiß es genau.

Rumsorten

Weißer Rum (oder “Silver”)

Hat in der Regel einen milderen Geschmack und helleren Körper als Gold oder dunkle Rums. Diese leichte Art von Rum wird am häufigsten verwendet um Cocktails herzustellen (Cuba Libre, Daiquiri, Mojito und Piña Colada).

Dunkler Rum

Er kann goldfarben, rot, braun oder sogar schwarz sein. Die dunkle Farbe ist das Ergebnis hoher Melasse- und/oder karamellisierter Zuckeranteile, kann aber auch durch die Verwendung von stark verkohlten Fässern während des Alterungsprozesses verursacht werden. Dunkle Rums sind die bevorzugten der Rumfamilie.

 

Navy Rum

Bezieht sich auf die traditionellen dunklen und vollmundigen Rums, die mit der britischen Royal Navy in Verbindung gebracht werden. Die Royal Navy war berühmt für ihren Brauch, den Matrosen eine tägliche Ration Rum zur Verfügung zu stellen, und das bereits 1655, als die britische Flotte die Insel Jamaika eroberte. Rum reiste an Bord von Schiffen viel besser als französischer Schnaps. In der Tat, wo Wein- und Schnaps auf Traubenbasis in der Hitze der Tropen schließlich schlecht liefen, schien der Rum sich sogar zu verbessern, als er in den Fässern an Bord des Schiffes reifte.

Premium Aged Rum

Viele feine Rums werden jahrelang in Eichenfässern gereift, um ein überlegenes Geschmacksprofil zu erreichen. Das Zusammenspiel von Alkohol und Holz wirkt sich positiv auf die subtilen Aromen des Rums aus. Diese älteren, reiferen Rums, die in spanischen Territorien oft als “Añejo” bezeichnet werden, werden oft wie ein feiner Cognac oder Single Malt Scotch pur genossen. Darüber hinaus erfordern viele Cocktailrezepte die Einbeziehung dieser würzigen und reichhaltigen Rumsorten.

Overproof Rum

Rumsorten, die höhere Alkoholkonzentrationen enthalten (40% – 50%vol.), werden oft als Overproof bezeichnet und werden wird hauptsächlich zum Mixen von Cocktails verwendet.

Flavored and Spiced Rum  (aromatisierter und gewürzter Rum)

Das Aroma von Rum durch Zugabe von Gewürzen und Aromen während der Destillation wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts populär. Kokos-Rum ist die beliebteste und ältere Sorte davon. Als „Spiced“ bezeichnet man jede Art von Rum, dessen zusätzlichen Geschmack durch natürliche Kräuter und Gewürze verstärkt wird. Diese Gewürze reichen von Zimt und schwarzem Pfeffer bis hin zu Rosmarin oder Anis.

Cachaça

Der brasilianische Rum unterscheidet sich von anderen, weil statt Melasse reinen Zuckerrohrsaft im Destillationsprozess verwendet wird. Laut Gesetz muss Cachaça in Brasilien produziert werden und ist einer der süßesten Rums. Viele Menschen – vor allem die Brasilianer – lassen ihn nicht gerne als Rum kategorisieren. Stattdessen wird er oft als eine einzigartige destillierte Spirituose betrachtet. Der berühmteste Cachaça-Cocktail ist der Caipirinha, Brasiliens Nationalgetränk.

Rhum Agricole

Ähnlich wie Cachaça wird Rhum Agricole (Rum landwirtschaftlicher Herstellung) auch aus reinem Zuckerrohrsaft destilliert. Während Rum in der Regel keine strengen Vorschriften für seine Produktion hat, ist Rhum Agricole eine Ausnahme. Rhum Agricole muss in den französischen Gebieten, am häufigsten auf der Insel Martinique hergestellt werden, und es wird von einem AOC (appellation d’origine controllée) ähnlich wie Cognac regiert. Das Zuckerrohr darf nur in der Trockenzeit geerntet und der Saft muss innerhalb von drei Tagen extrahiert werden. Rhum Agricole ist bekannt für seinen grasigen, süßen Geschmack, weil Zuckerrohr ein Gras ist. Die Reinheit des Saftes verleiht diesem Rum einen besonderen Geschmack.


                       Das kleine 3 x 3 der Rumcocktails 

Drei Rezepte für Einsteiger: Drei-Zutaten-Cocktails, mit denen man mit minimalem Aufwand als Hobby-Bartender glänzen kann

♦ Vietnamesischer Eiskaffee – hier kann Starbucks nicht mithalten

60ml gewürzter Rum (z.B. Spirit of Old Man Spiced Orange)
300ml kalter Kaffee
30ml gesüßte Kondensmilch

Alle Zutaten in einen Shaker mit mehreren Eiswürfeln geben und 15-20 Sekunden lang kräftig schütteln, bis der Shaker anfängt zu frosten. In ein hohes Glas mit neuen Eiswürfeln servieren. Optional: Mit einer Kaffeebohne garnieren.

Erdbeer Daiquiri – Im Grunde genommen, ein Smoothie

150g tiefgekühlte Erdbeeren
30ml Limettensaft
60ml weißer Rum (z.B. Ron Brugal Blanco Supremo)

Alle Zutaten in einen Mixer geben und auf hoher Stufe gut verblenden. In ein Cocktailglas geben und sofort servieren.

 

♦ Dark ‘n Stormy – Das Sodagetränk für Erwachsene 

120 ml Ingwerbier
60 ml dunkler Rum (z.B. Ron Cubaney Añejo Especial)
1 Limette

Ingwerbier und Rum in ein hohes Glas vermischen und mit einer Limettenscheibe garnieren.

 

 

Noch mehr Rum-Cocktail Rezepte findet ihr hier bei uns im MAGAZIN:

 

 


 

Das Fest der Lichter | Weihnachten in Kolumbien

Die Kolumbianer sind für Freude, menschliche Wärme, gute Laune und natürlich für ihre ewige „Partylaune“ bekannt. Und zur Weihnachtszeit ist das nicht anders! Diese Tage werden so freudig erwartet, dass die Weihnachtszeit in Kolumbien sogar einen ganzen Monat dauert! Neben schönen Lichtshows und Themendekorationen machen Traditionen, Bräuche und typische Lebensmittel diese Jahreszeit einzigartig.

Es geht am 1. Dezember mit der „Alborada“ los: Die Stadt Medellin eröffnet die Feierlichkeiten mit einem riesigen Feuerwerksfest, das den Himmel erleuchtet und den Beginn der Weihnachtszeit markiert. Bereits Ende November wird in der Hauptstadt Bogotá die „ Ruta de La Navidad“ (Weihnachtsstraße) gebaut – mehr als 14.000km Straßen und 150.000 m² Grünanlagen und Plätze werden thematisch beleuchtet.

 

Weiter geht es am 7. Dezember mit dem „Día de las Velitas (Tag der Kerzchen): Die Straßen der Städte werden mit Kerzen geschmückt. An Hauseingängen und Gehwegen werden genau um 19 Uhr bunte Laternen mit Kerzen hingestellt. Die Kerzen leuchten bis zur ca. 3 Uhr Morgens des 8. Dezember.

 

Vom 16. Dezember bis Heiligabend nehmen viele Kolumbianer an “Novenas de Aguinaldo” teil (aus dem Lateinischen noveni = jeweils neun). Das ist eine besondere Zeit in der Familie, Freunde und Nachbarn zusammenkommen, um in den 9 Tagen vor Weihnachten zu beten. Neben den Gebeten singen die Menschen Weihnachtslieder (villancicos) und essen landestypischen Köstlichkeiten (mehr dazu gleich!). Die Gebete werden entweder einzeln oder als Gruppe vorgetragen, meist aus einem Buch, das zwischen den Gästen weitergegeben und vorgelesen wird.

 

Kolumbianer haben einen großen Sinn für Humor und lieben es Freunde, Familie und Bürokollegen für ihre weihnachtlichen Leckereien arbeiten zu lassen Die berühmte „Aguinaldos“ sind Spiele oder Herausforderungen, die in der Regel zu zweit gespielt. Die beiden Spieler legen bestimmte Spielregeln fest, und wetten dann um ein kleines Weihnachtsgeschenk oder einen Gefallen, die derjenige erbringen muss, der die vereinbarten Regeln nicht einhält. Das Wort „Aguinaldo“ bedeutet soviel wie „Geschenk oder Überraschung, die man zu Weihnachten überreicht“. Man spürt: in der Novena de Aguinaldos nehmen sich die Leute mehr Zeit füreinander als sonst.

 

Heiligabend – der große Tag! In Kolumbien findet die offizielle Weihnachtsfeier am 24. Dezember statt. Der Höhepunkt der großen Party ist um Mitternacht, wann die Bescherung stattfindet. Dabei kommt das Jesuskind in die Häuser: Kolumbianer glauben nicht an einen Weihnachtsmann, der in den Schornstein hinabsteigt und die Geschenke bringt. Für sie ist es das Jesuskind, das sich darum kümmert!

1 Weihnachtstag: Wie in vielen anderen Südamerikanischen Ländern, ist es auch am 25. Dezember üblich mit der Familie an einem Gottesdienst teilzunehmen und die Reste des Abendessens des Vortages zu verspeisen. Apropos Weihnachtsessen…

Weihnachten ist nicht Weihnachten ohne Essen und in Kolumbien ist es nicht anders. Als herzhaftes Hauptgericht entscheiden sich die meisten Kolumbianer oft für Lechona: Ein ganzes Schwein, gefüllt mit Erbsen und Reis. Alternative Fleischsorten für dieses Gericht sind Schinken oder Truthahn. Zu den weiteren herzhaften Tellern gehören typische nationale Gerichte wie Tamales (gefüllte, gedämpfte Maisblätter) oder Ajiaco (Kartoffel-Hähnchen-Eintopf). Geliebt sind auch andere festliche Favoriten wie Buñuelos (frittierte Käseteigbällchen).

Buñuelos

 

Die wahren Stars des Weihnachtsessens sind jedoch die Desserts. Natilla (das Rezept findet ihr hier im Magazin!) ist wahrscheinlich das beliebteste Weihnachtsgericht des Landes: Ein Pudding mit Milch, der einem Flan ähnelt. Manjar Blanco (milchige, süße Reiscreme) und Hojuelas („Flocken“ auf Spanisch, ein traditionelles Süßgebäck) sind auch auf jeder festlichen Tafel vertreten.

Natilla

 

Man soll ja meinen , dann haben die Kolumbianer nach den ganzen Tagen genug von Feiern? Von wegen! Es geht weiter! Am 28. Dezember genießen Kolumbianer einen Tag voller Witze, Streiche und Spaß. Es kommt „El día de los Inocentes“ (Tag der Unschuldigen) der dafür da ist, den Spaß in der Ausfallzeit zwischen Weihnachten und Neujahr zu halten!

In diesem Sinne: FELIZ NAVIDAD!

Futuro Sí und Ponto: Zusammen helfen wir Kindern in Brasilien

Wir von Ponto Brasil & Latino bilden eine Brücke zwischen Lateinamerika und Europa. Durch den Außenhandel erlangen wir einen tiefen Blick in die aktuelle Wirtschaftslage der Länder, aus denen wir unseren Produkte beziehen.

Unsere Hauptaufgabe besteht darin, ein Stückchen Lateinamerika zu den Kunden nach Hause zu bringen um die Sehnsucht nach der Heimat zu stillen. Dabei können wir nicht vergessen, dass Menschen genau in dieser Heimat – unsere Lateinamerika –  auch Sehnsucht haben: Nach Sicherheit, nach Bildung, nach Gerechtigkeit und sogar nach Grundnahrungsmitteln.

Zusammen mit der Organisation FUTURO SÍ (Zukunft ja!) aus Düsseldorf haben wir uns entschieden, den Menschen vor Ort konkret zu helfen.

Am 15/12/2019 fließen 15% des Tagesumsatzes aus unserem Onlineshop in das Projekt “Kinder-Orchester” in Brasilien!!

Aber zuerst möchten wir Euch die Organisation FUTURO SÍ vorstellen:

FUTURO SÍ ist eine Initiative, getragen von ehrenamtlichen Helfern, die sich seit 25 Jahren für Kinderprojekte in Lateinamerika engagiert. Unterstützt werden eine kleine Gesundheitsstation in Ecuador, ein Straßenkinderheim in Guatemala, einen Kindergarten in Uruguay sowie ein Kinderheim mit Mittagstisch und psychosozialer Betreuung in Argentinien. Es werden  Projekte in ganz Lateinamerika mit ca. € 200.000,– pro Jahr unterstützt.  

Eines der von FUTURO SI geförderten Projekte befindet sich in Brasilien in Nova Iguaçu, einem 2-Millionen-Vorort von Rio de Janeiro. Hier gründete der Paderborner Theologieprofessor Johannes Niggemeier 1991 zusammen mit Brasilianern die Organisation AVICRES. In Zusammenarbeit mit AVICRES (“Gemeinschaft für Leben in Wachstum und Solidarität”) finanziert FUTURO SÍ in Brasilien eine Lehrwerkstatt, eine Kindertagesstätte, ein Mädchenhaus sowie Schulplätze.

Außerdem hat sich vor einigen Jahren ein Kinder-Orchester gegründet. Kinder, die keine Eltern mehr haben oder zuhause misshandelt wurden, spielen heute Geige, Cello und Querflöte.

Dieses Projekt unterstützt Ihr mit Eurer Bestellung am 15/12/2019!! 

Ana Clara, 12 Jahre, spielt Geige. Ihr Vater wurde direkt vor der Haustür erschossen. Ihren Bruder trug er dabei auf dem Arm. Die Mutter hatte alles mitangesehen, dachte, auch das Kind sei getroffen worden, bekam einen Herzinfarkt und verstarb. Heute werden die Kinder von der Großmutter großgezogen. Sie lebt davon, Müll zu sammeln. Die Großmutter fragt: “Gäbe es die AVICRES nicht, wie würden wir überleben?”

Bei FUTURO SÍ könnt Ihr absolut sicher sein, dass Eure Spende unmittelbar dem gemeinnützigen Zweck zu Gute kommt:  Ein Beweis für die Seriosität von FUTURO SÍ ist das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

Dieses Siegel wird nur vergeben, wenn das DZI eine “nachprüfbare, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Mittel” festgestellt hat.

Zusätzlich zu Eurer Bestellung bei Ponto am 15/12/2019 könnt ihr FUTURO SÍ natürlich auch direkt mit Spenden unterstützen: 

Hierhin können Spenden mit dem Stichwort „Orchester“ überwiesen werden: Stadtsparkasse Düsseldorf – IBAN DE24 3005 0010 0015 0913 33.
Spendenbescheinigungen stellt FUTURO SÍ  ab 20 EUR aus. Wenn gewünscht, bei der Überweisung bitte die Adresse mit angeben.
Die Spendenbescheinigung wird den Spendern im Februar nächsten Jahres dann automatisch zugestellt.

FUTURO SÍ, die Kinder in Brasilien und wir sagen OBRIGADO und VIELEN DANK!!

 

 

 

 

 

Repulgue flechten | Randverzierung der Empanadas

 1 – Vorbereitung zum Repulgue (Empanadas schließen):

Dies ist ein einfacher, aber wichtiger Schritt. Die Finger in eine Schüssel mit Wasser eintauchen und entlang der gesamten Kante des Teigkreises führen und so den teig anfeuchten.
Dann die Empanada umklappen und die Füllung umschließen. De Ränder leicht zusammen drücken. Man soll sich die Zeit nehmen, diesen Schritt sorgfältig durchzuführen. Dadurch wird verhindert, dass die Füllung später ausläuft.

 

2 –  Repulgue (Randverzierung) flechten:

Es gibt die einfache Möglichkeit, den Rand einer Empanada nur mit den Zinken einer Gabel zu schließen. Diese Methode wird häufiger bei frittierten Empanadas eingesetzt.

Die traditionelle geflochtene Kante – oder REPULGUE – ist häufiger bei gebackenen Empanadas zu finden. Um ein Repulgue zu flechten, muss man an Dreiecke denken. Man beginnt mit einer Ecke der Empanada (Siegelkante) und faltet sie leicht über sich selbst.

Dadurch entsteht fast automatisch ein neues Dreieck. Das neu entstandene zweites Dreieck direkt neben dem ersten nach unten über sich selbst wieder falten, dabei den Teig sehr leicht ziehen.

Diese Bewegung wiederholen, bis man am anderen Ende der Empanada ankommt. Das letzte Dreieck kann bei Bedarf unter die Kante gesteckt werden.

Einige Leute falten gerne die Dreiecke zwischen Daumen und Zeigefinger einer Hand, während sie die Empanada mit ihrer anderen Hand festhalten.

Wir wünschen viel Spaß beim Flechten 🙂 und guten Appetit!

Asado | Argentinische Grillkultur

Wenn es um Fußball geht, ist die Rivalität zwischen Brasilien und Argentinien ein endloser Kampf. Aber wenn wir vom Grillen reden, endet der Kampf sofort im Gleichstand und alle sind sich einig: Sonntag ist Grilltag! Brasilianer sowie Argentinier sitzen glücklich am Tisch mit Familien und Freunden zusammen und der Genuss eines perfekten Stück Fleischs steht im Mittelpunkt. Egal, ob es ASADO oder CHURRASCO heißt….

DIE GESCHICHTE DES  „ASADO“:

Die Leidenschaft der Argentinier für Fleisch ist nichts Neues. Der Sohn vom Entdecker Christoph Kolumbus  förderte bereits 1511 die Vermehrung des Viehbestandes in dem von den Spaniern eroberten Gebiet Südamerikas.

1556 kamen die ersten Kühe in das heutige Argentinien, von Panama über Venezuela und Brasilien. Sie verstreuten sich schnell über die weiten Ebenen des Landes und der Bestand wurde bereits im 18. Jahrhundert auf 40 Millionen Stück geschätzt. Die Großzügigkeit des Bodens und die Wetterbedingungen verbesserten außerdem die Qualität der drei häufigsten britischen Rassen (Angus, Hereford und Shorthorn) die nach Argentinien importiert wurden.

Der Bestand war so groß, dass jeder das Vieh fangen dürfte. Viele Jahre lang war der Fleischkonsum sehr günstig (wenn nicht umsonst) und wurde so zur Gewohnheit für die Bevölkerung.

DER GRILL / DIE PARRILLA:

Argentinier bevorzugen die Verwendung vom Grillrost, der „Parrilla“ heißt. Als Brennholz (Holzkohle wird eh selten dort verwendet) kommen regionale Bäume (z.B. Espinillo) zum Einsatz. Diese erzeugen einen duftigen Rauch, der einen besonderen Geschmack hinterlässt. Einige Parrillas haben eine Vorrichtung aus schrägen Rinnen die verhindern, dass das Fett vom Fleisch auf die Glut tropft und Flammen produziert: Die „Canaletas“.

In Argentinien gibt es eine eigenartige Methode der alten Schule um nachzuprüfen, ob die Parrilla die perfekte Temperatur zum Grillen hat: Man versucht die Hand für 5 bis 10 Sekunden darauf zu halten. Weniger als 5 Sekunden bedeutet zu heiß, mehr als 10 Sekunden bedeutet noch nicht heiß genug.

DAS FLEISCH:

In Argentinien ist der Begriff „glückliche Kühe“ sehr klar: Die Kühe sind immer im Freien und genießen die Sonne. Die landesweiten Ebenen sorgen dafür, dass die Tiere wenig Muskeln aufbauen und sich nicht beim Weiden anstrengen müssen, wie in einigen anderen Ländern.  Das argentinische Fleisch hat den Ruf, eines der besten der Welt zu sein.

Die beliebtesten Fleischsorten bzw. -schnitte sind:

Bife de Chorizo: Sehr weiches Fleisch, mit leichter Fettmarmorierung. Dieser Zuschnitt heißt auf Deutsch Lendensteak;

Bife de Lomo: Das traditionelle Filet Mignon, das zarteste Stück vom Rind;

Costilla: Dieser Zuschnitt bietet eine große Menge an Fleisch, mit dem Geschmack von durchwachsenem Speck und nur kleine Knochenstücke (Rippen), was die Grillzeit im Vergleich zu der brasilianischen Art wesentlich verkürzt;

Colita de Cuadril: Hüftspitze, Bürgermeisterstück

Parrillada (gemischte Grillplatte): enthält verschiedene Fleischarten. Dazu gehört chorizo (Würstchen vom Schwein), pollo (Hähnchenfleisch), costillas (Spare Ribs/Rippen) und carne (Rindfleisch). Manchmal können da aber auch Innereien dabei sein, wie chinchulines (kleine Innereien), tripa gorda (große Innereien), molleja (Kalbsbries), ubre (Kuheuter), riñones (Nieren) und morcilla (Blutwurst).

Bife de Chorizo

 

DIE BEILAGEN:

In Argentinien wird der Asado häufig begleitet von Pommes, Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Provoleta (gegrillter Provolone), Parrillada de Verduras (gegrilltes Gemüse), Salate oder Reis. Die traditionelle Chimichurri-Sauce (Kräutersauce) darf auf keinen Fall fehlen.

Das Rezept für hausgemachte Chimichurri-Sauce findet ihr hier im Magazin und die fertige Alternative bei uns im Onlineshop.

Die argentinische Parrillada und der Asado werden in der Regel von einem guten Rotwein begleitet.

Chimichurri


Hier ein Überblick der wesentlichen Unterschiede zwischen dem brasilianischen Churrasco und der argentinischen Parrilla:

1) Die Art der Zubereitung: 

Argentinien –  auf dem Grillrost (Parrilla)
Brasilien – am Spieß und/oder Grillrost (Churrasqueira/Grelha)

2) Das Feuer:

Argentinien –  aus Brennholz
Brasilien –  aus Kohle

3) Das Salz

Argentinien –  feinkörnig
Brasilien –  grob

4) Die Vorspeisen:

Argentinien –  Empanadas und gegrillter Provolone
Brasilien –  Würste, gegrillte Hähnchenschenkel und Knoblauchbrot

5) Die Getränke

Argentinien –  Wein
Brasilien –  Bier und Caipirinha

Originalzutaten erhältst du übrigens bei brasil-latino.de

Churrasco Gaúcho | Brasilianische Grillkultur

Ein aufgespießtes Stück Fleisch, über der Glut geröstet: Das ist die Definition des großen Stars der brasilianischen Gaucho-Küche. Trotz seiner Einfachheit und Rustikalität, schließt die Zubereitung dieser Spezialität eine bestimmte Technik nicht aus. Es gibt einige Geheimnisse, die wir Euch hier im MAGAZIN verraten werden!

Ich bin in Porto Alegre/Rio Grande do Sul aufgewachsen, das Bundesland der Gauchos schlechthin. Aufgrund meiner Beobachtungen als Tochter und Schwester von leidenschaftlichen „Assadores“ (bei uns gab es Churrasco – im Ernst – JEDES Wochenende!) kann ich Euch ein Paar Tipps geben und garantieren, dass die Zubereitung nach brasilianischer Art so gelingt! Nach den Tipps erzähle ich euch wie ein Sonntag bei uns in meiner Kindheit aussah, wenn sich der ganze Tag nur um Churrasco dreht.

In einem anderen Beitrag erzähle ich Euch  wie unsere Nachbarn aus Argentinien grillen – so viel wird verraten: Die Rivalität zwischen Brasilien und unseren  “Hermanos Argentinos” beschränkt sich nicht nur auf Fußball…

Zuerst ein Einblick in die Geschichte: Das Churrasco entstand bereits vor ca. 300 Jahren, als die Gauchos noch Ihre Herden monatelang über die südamerikanischen Steppen getrieben haben. Abends wurden einzelne Tiere aus der Herde geschlachtet und am Lagerfeuer auf Spießen gegrillt. Man saß gemütlich zusammen, erholte sich von der Tagesarbeit und machte Musik. Im Laufe der Zeit verbreitete sich die Vorliebe für Churrasco landesweit und über die Jahre etabliert sich die Kultur der „Churrascarias“ in verschiedenen Teilen des Landes. Aber eins blieb immer gleich: Churrasco ist ein Synonym für Geselligkeit und gemütlichem Beisammensein, damals bei den „Cowboys“ sowie heute Zuhause.


1) DAS RICHTIGE FLEISCH UND DIE RICHTIGEN ZUSCHNITTE

Das Rindfleisch wird zum Churrasco bevorzugt. Die Gauchos haben damals darauf geachtet, das Fleisch nie direkt nach der Schlachtung zuzubereiten, denn es muss reifen um die Fasern weicher zu machen. Eine Nacht oder 12 Stunden ist genug Zeit, um eine gute Reifung zu erreichen. Diese Bedenken entfallen heute, da das Fleisch vom Metzger oder aus dem Supermarkt eh nicht direkt nach der Schlachtung angeboten wird.

Die bekanntesten brasilianischen Fleischzuschnitte sind: Picanha (auf Deutsch Tafelspitz), Maminha (auf Deutsch Bürgermeisterstück – ein abgeschnittener Teil der gesamten Picanha), Costela (Rinderrippe, die langsam und so lange geröstet wird, bis sich das Fleisch von den Knochen löst) und Cupim (der Höcker auf den Schultern einiger Rinderrassen).

Außerdem werden heute je nach Geschmack anderen Fleischsorten als Churrasco zubereitet: Lamm-, Hühner- und Schweinefleischschnitte sowie Würstchen sind sehr beliebt.

 

2) DAS GEWÜRZ

Zum Thema Gewürz gibt es keine Kompromisse und die echten Gauchos schwören: „Grobes Salz und Amen!“ Die Gaucho-Art der Würzung: Salz einschmieren. Fertig.

Zu beachten ist, das Fleisch jedoch nicht roh zu salzen, sondern erst nachdem es etwas Farbe auf dem Feuer bekommen hat. Sonst geht man das Risiko ein, dass das Fleisch etwas austrocknet. Wenn das Salz anfängt weißlich zu werden, muss es entfernt bzw. abgeklopft werden. Wer trotzdem außer der Reihe tanzen will, darf ausnahmsweise das Fleisch im (wahlweise) Wein, Bier oder Cachaça marinieren 🙂

 

3) DAS FEUER

Wie die Gauchos sagen: “Das Feuer macht das Churrasco“. Das liegt daran, dass ein schwaches Feuer das Gericht verderben kann. Der Tipp ist, die Holzkohle im Voraus so lange brennen zu lassen bis der anfängliche Rauch aufhört zu steigen, da dieser den Geschmack und das Aroma beeinträchtigen kann.  Der richtige Zeitpunkt um das Fleisch aufs Feuer setzen ist wenn auf der Kohle eine Schicht Asche erscheint.

Ein weiteres Geheimnis ist es, die Entfernung zwischen der Kohle und dem Fleisch richtig zu treffen. Wenn der Spieß zu nah am Feuer ist, wird das Fleisch äußerlich verkohlen und innerlich nicht richtig gar werden. Wenn der Spieß zu weit weg ist, wird das Fleisch eher kochen und nicht rösten. Der optimale Abstand wird bemerkbar, wenn Fett auf die Glut tropft: Es entstehen weder aufsteigende Flammen noch wird das Feuer durch das tropfenden Fett weder schwacher noch gelöscht. Die richtige Entfernung vom Spieß zum Feuer erfordert Übung und verbessert sich jedoch durch Praxis und Beobachtung.

Echte Holzkohle – keine Briketts!!

 

4) DAS RICHTIGE MESSER

Ein gepflegtes und sehr scharfes Messer ist unerlässlich. Es muss außerdem einen guten Griff haben. Idealerweise haben spezielle Messer für Churrasco eine Klinge von ca. 30 bis 40 cm. Um diese zu schützen, kommt eine Lederhülle zum Einsatz.

 

5) SPIEß ODER GRILLROST?

Spieße mit Holzgriffen schützen den „Assador“ von Verbrennungen an den Händen. Sie sind in verschiedenen Formaten verfügbar: breit, schmal, einzeln oder doppelt. Sie sind für kleinere Stücke Fleisch geeignet, sowie für Rippen, Medaillons und Vorspeisen bzw. Nachtisch (Bananen, Ananasscheiben, Paprika, Zwiebeln usw.)

Der Grillrost ist für größere und ganze Stücke Fleisch wie Picanha und Maminha geeignet. Das liegt daran, dass die Fleischsäfte nicht entweichen können, da das Fleisch nicht aufgespießt wird. Es gibt trotzdem „Assadores“, die Picanha am Spieß in Scheiben zubereiten, aber das kann das Fleisch härter und weniger saftig machen.

6) DIE BEILAGEN

Wenn man nicht nur Appetit auf Fleisch hat, findet man je nach Region diese Beilagen auf dem Tisch: Farofa (gewürztes und geröstetes Maniokmehl), Knoblauchbrot, Reis, Kartoffelsalat, gekochten oder frittierten Maniok (aipim cozido/aipim frito), Salate und Bohnengerichte (feijão mexido).

Farofa 


Und so sah es bei uns am Wochenende in meiner Kindheit aus (und es tut bestimmt immer noch, in tausenden anderen brasilianischen Familien): Mein Vater hat am Sonntag ganz früh die Sonntagsbrötchen geholt und gleich danach ging es los: Die „Churrasqueira“ vorbereiten, die Kohlenreste vom letzten Wochenende beseitigen, die Spieße kontrollieren und sauber machen, das Bier kaltstellen, das Knoblauchbrot einreiben (als große Entlastung für meine Mama in der Küche 🙂 und je nach Fleischsorte (z.B. „Costela“ – die Rippen, die brauchen ewig!) ggf. das Feuer schon Vormittags anzünden und loslegen.

Meine Mutter bereitete Kartoffel- und  Tomaten-Zwiebel Salat vor und deckte den Tisch (besonders im Süden und wenn man Platz hat, sehen die Tische neben der Churrasqueira genauso aus wie deutsche Biergartentische – lang und mit Bänken, da die Anzahl der Gäste noch ungewiss ist – mehr dazu gleich).

Wir Kinder mussten überhaupt nicht helfen, ich habe trotzdem gerne Kartoffel geschält , die Mayo zum Kartoffelsalat selbst nach Mamas Rezept angerührt. Selbstgemachte statt gekaufte Mayo hat uns allen viel besser geschmeckt.

Meine Brüder spielten Fußball zusammen, sind gelegentlich zur Churrasqueira gekommen um das Feuer bzw. die Glut zu bewundern und haben ab und zu eine Kostprobe des Fleisches bekommen – hier hat das richtige Messer tatsächlich eine große Rolle gespielt, die Kostprobe muss hauchdünn sein.

Meine Brüder und ich durften bei der „Freigabe“ mitentscheiden (zu salzig? zu blutig?) und so wurden wir nebenbei als zukünftige „Assadores“ ausgebildet.

Mein Vater stand stundenlang neben dem Feuer und wurde von uns mit Getränken versorgt und war sogar beim Essen  mehr am Stehen als am Sitzen, weil einige Spieße noch beobachtet werden müssen. Ein „Assador“ hat es nicht leicht und  ist am Abend todmüde aber sehr stolz auf seine Leistung.

Dann waren es plötzlich viel mehr Leute am Tisch als nur wir: Der Nachbar, der über den  Zaun “das duftet aber gut” ruft und somit quasi sich selbst einlädt, die Kinder die mit meiner Brüder mitgespielt haben, die Tante die nur etwas schnell vorbei bringen wollte und auch eventuell anderen die aus dem Nichts kamen. Alle bleiben und das Essen reicht.

Diese spontane Geselligkeit, die Zusammenarbeit, die Kinder am toben, die Sonne, der Rauchgeruch, das Fußballspiel lautlos im Fernseher, eine Hängematte, mein Vater den ganzen Tag neben der Churrasqueira stehend: So waren die Sonntage meiner Kindheit in Brasilien. Diese Erinnerung ist so frisch in meinem Gedächtnis wie einen Sprung in den Pool (aber „NICHT MIT VOLLEM BAUCH!! rief meine Mutter immer aus der Küche).

Originalzutaten erhältst du übrigens bei brasil-latino.de.

 

Wann und wo auf der Welt wird Vatertag gefeiert?

Auf der ganzen Welt ehren Menschen Ihre Väter und bringen zum Vatertag ihre Liebe und Zuneigung zum Ausdruck. Das Datum des Vatertag steht allerdings im Kalender nicht fest, sodass Ländern auf der ganzen Welt diesen Tag in verschiedenen Zeiten des Jahres feiern. Hierzulande fällt der Vatertag 40 Tagen nach Ostern,  am Christi Himmelfahr. Dieses Jahr ist es am  30. Mai  soweit!

 

Auch die Art und Weise des Feierns unterscheidet sich je nach Land, der Geist des Festes ist aber überall gleich. Hier eine Übersicht:

AUSTRALIEN UND NEUSEELAND:
In Australien wird der Vatertag mit viel Begeisterung und Freude am ersten Sonntag im September gefeiert. In den meisten Fällen schenken Kinder ihren Vätern Blumen, Krawatten oder es wird meist Zuhause gefeiert. Aber auch Vereine und Verbände organisieren spezielle Programme um die Familien zu unterhalten. Ein „Familienfrühstück“ ist auch ein besonderes Merkmal des Vatertags in Australien.

KANADA UND USA:
Da die Tradition des Vatertages nach Kanada aus den USA gekommen ist, wird der Vatertag in Kanada auch am dritten Sonntag im Juni gefeiert. Genau wie in den USA tragen die Menschen dort Rosen an der Kleidung, um ihrem Vater zu danken oder zu gedenken. Wenn die Person eine rote Rose trägt symbolisiert diese, dass ihr Vater am Leben ist. Eine weiße Rose bedeutet, dass der Vater dieser Person verstorben ist.

 

INDIEN
Das Konzept des Vatertages und die dazugehörige Feierlichkeiten sind in Indien sehr neu. Die Idee, den Vatertag zu feiern, wurde aus westlichen Ländern (vor allem aus den USA) vor weniger als einem Jahrzehnt importiert.
Es ist jedoch bemerkenswert, dass die Idee einen Tag zu Ehren von Vätern zu feiern von den Indern weitgehend geschätzt und sehr gut aufgenommen wurde. Heute feiern Millionen von Menschen in Indien den Vatertag am dritten Sonntag im Juni.  Kinder schenken den Vätern Karten, Blumen oder Basteleien, die Familie geht ins Restaurant, ins Kino oder macht ein Picknick.

FRANKREICH:
Gefeiert wird im Kreise der Familie auch am dritter Sonntag im Juni – die Ausgelassene Stimmung steht im Zentrum der „Fête des pères“. Eine charmante Tradition: Kinder überreichen den stolzen Vätern selbstgebastelte Krawatten aus Pappe und sagen Gedichte auf, um sie zu feiern.

SPANIEN:
El „Dia del Padre“ fällt am 19. März mit dem Josefstag zusammen. In Gedenken an den biblischen Ziehvater von Jesus werden alle Väter von ihren Kindern mit selbstgemalten Bildern und Bastelarbeiten beschenkt.

SCHWEIZ:
Bei den Schweizern gib es den „Vätertag“ erst seit 2007! Am ersten Sonntag im Juni unternehmen Väter traditionell mit ihren Kindern Ausflüge und die Mamas gönnen sich in der Zwischenzeit eine Pause.

Außerdem wird der Vatertag in diesen Ländern dann gefeiert:

Lateinamerika:

Argentinien, Chile, Panama, Paraguay, Ecuador, Peru, Kolumbien, Mexiko, Venezuela und Kuba: am dritten Sonntag im Juni
Bolivien: am 19. März
Brasilien: am zweiten Sonntag im August

Asien:

Taiwan: am 8. August
China, Japan und auf den Philippinen: am dritten Sonntag in Juni
Thailand: am 5. Dezember

Übriges Europa:

Bulgarien: am 26. Dezember
Belgien: am zweiten Sonntag im Juni
Dänemark: am 5. Juni
Estland, Island, Schweden und Finnland: am zweiten Sonntag im November
Italien, Portugal und Kroatien: am 19. März
Litauen: am ersten Sonntag im Juni
UK, Niederlande, Tschechien, Türkei, Ungarn und Slowakei: am dritten Sonntag im Juni
Polen: am 23. Juni
Rumänien: am 2. Sonntag im Mai

 

 

Doppelter Oster-Rekord in Brasilien: Stadt Pomerode schafft 2 Einträge ins Guinness Buch!

Brasilien ist und bleibt ein Land der Superlative! Die Brasilianer übertreffen sich selber was  Natur (Amazonas!), Fußball (5x Weltmeister!) und Kultur (Karneval!) angeht. Wenn noch deutsche Tugenden wie Fleiß und Ehrgeiz zu der Kreativität der Brasilianer hinzukommen, kann nur das passieren: Gleich 2 Rekorde im Guinness Buch –  zum Thema Ostern.

In einer kleinen Stadt namens Pomerode (selbsternannte „deutscheste Stadt Brasiliens“) im Bundesland Santa Catarina ist es passiert: Innerhalb von 2 Jahren wurde dort der größte Osterbaum und das größte geschmückte Osterei der Welt erschaffen! Mehr dazu gleich…

Zuerst machen wir einen Ausflug nach Pomerode:

Pomerode ist eine Kleinstadt mit ca. 30.000 Einwohner. Ruhig und charmant, Pomerode ist für die Naturschönheit und hervorragende Lebensqualität bekannt. Seit mehr als einem Jahrhundert pflegt die Stadt das Kulturerbe der Einwanderer aus Pommern/Deutschland.

Und noch ein Rekord am Rande: Pomerode hat heute mit etwa 92 Prozent der Stadtbevölkerung den größten Anteil deutschstämmiger Einwohner in Brasilien.

Bildung und Wirtschaft sind die Schwerpunkte der Stadt, von Blumenau seit 1959 emanzipiert. Das Vermächtnis der germanischen Kultur spiegelt sich in der Architektur der Häuser und Straßen von Pomerode wieder. Zahlreiche Folklore-Gruppen, Chöre, Jagd- und Schützenvereine sowie die Gastronomie in der Region (insbesondere die Bäckereien nach deutschem Vorbild) sind ein wahrer Touristenmagnet.

Seit 11 Jahren verwandelt sich ein Teil Pomerodes in einem „Osterdorf”, um die Ostertraditionen der deutschen Einwanderer zu feiern. Für einen Zeitraum von einem Monat wird die Stadt zur Bühne für diversen Veranstaltungen: Ein großer Ostermarkt mit Workshops (Eierbemalen, Osterdeko basteln, etc.) finden statt. Das Programm umfasst zudem kulturelle Darbietungen und Auftritte von Volksgruppen, Ausstellungen von Handwerkern und lokalen Produkten.

Die Highlights des Osterfests sind aber wie bereits erwähnt REKORDVERDÄCHTIG!!

REKORD Nr. 1)

Der größte Osterbaum der Welt besteht aus 82.404 bemalten Hühnereiern. Der Weltrekord wurde am 16. März 2017 beim 9º Osterfest in Pomerode erreicht. Der Verein „Visite Pomerode“ hat im April 2016 damit begonnen, Eierschalen zu sammeln und zu bemalen. Die 82.404 Hühnereier wurden an einem Pekannussbaum aufgehängt.

 

REKORD Nr.2)

Das größte geschmückte Osterei der Welt ist 15,02  Meter hoch und hat einen Durchmesser von 8,72 m. Es wurde am 9. März 2019 von dem Verein „Visite Pomerode“ fertig gestellt. Das riesige, bunt geschmückte Osterei wurde in 48 Tagen für das Osterfest geschaffen.

Bildquelle: © Silvio Klotz | www.guinnessworldrecords.com

Also zusätzlich zum Besuch der wunderschönen Strände von Santa Catarina lohnt es sich auf jeden Fall auch eine Stippvisite nach Pomerode (und Blumenau!) um zu erfahren, wie sich Deutschland außerhalb Deutschlands anfühlt.

Osterdorf in Pomerode